University of Arts

Die University of Arts ist ein Ausbildungsplatz für alle jungen Menschen, die die Liebe zur Kunst entdeckt haben und ihre Talente in Schauspiel- oder Schreibkunst, Poesie, Tanz, Gesang, Komposition und/oder der Malerei ausbauen möchten.
 
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 Auditions

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Amy Blue

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BeitragThema: Re: Auditions   So Nov 28, 2010 7:55 pm

Atemlose Stille herrschte im Saal bis amy plötzlich aufstand und klatschte. Einfach nur fantastisch. Aber sie war nicht die einzige, der es gefiel. Auch James hatte sich erhoben, wie sie mit einem Blick feststellte und klatschte ebenfalls begeistert in die Hände. Schnell setzte sich die Tänzerin wieder.
Irgendwas faselte James hinter ihr zu ihr. Sie schaute ihn nur ein wenig verwundert an. Doch plötzlich grinste sie ihn spitzbübisch an. "ich nehme die Entschuldigung gerne an. Jamesie." meinte sie und zwinkerte ihm zu, bevor sie sich wieder umdrehte und auf die Bewertung für Juliet wartete. Sie würde ganz sicher positiv ausfallen. Dessen war sie sich ganz sicher, denn Juliet hatte großes Potenzial.
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Christopher

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BeitragThema: Re: Auditions   So Nov 28, 2010 9:56 pm

Christopher schmunzelte, als die Studentin namens Juliet ihn und Claire mit einem mittelalterlichen Knicks begrüßte und erklärte, dass sie die wohl bedeutendste Szene des Stückes "Romeo and Juliet" von WIlliam Shakespeare vortragen würde. Ihr Name kam hierzu also sehr gelegen.
Das Mädchen hatte schon, bevor es auf die Bühne trat, einen traurigen und unheilvollen Gesichtsausdruck, also nahm Chris an, dass sie sich schon in ihre Rolle hineinversetzte hatte.
Gespannt und voll Neugier beobachtete der Direktor die Studentin und staunte nicht schlecht, als er ihre Darbietung der Juliet beobachtete.
Sie sprach mit so viel Gefühl und Ernsthaftigkeit, dass man sich wahrhaftig in die Geschichte und auch in das Zeitalter des Stückes hineinfallen lassen konnte; die Sprache, alles in eleganten und - er wusste das aus eigener Erfahrung - nicht einfach zu erlernenden Versen geschrieben, waren einfach nicht aus dem 20. Jahrhundert und das brachte die Studentin wirklich gut rüber. Als sie sprach, hörte man wunderbar ihren britischen Akzent, was Chris sehr gefiel, da er ja selbst Brite war, und nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihre Bewegungen und ihr Gesichtsausdruck waren gut imitiert und Juliet-like.
Am Ende der Vorstellung angelangt, lächelte Christopher begeistert und klatschte mehrmals in die Hände.
"Großartig!", sagte er laut und klatschte erneut, lachte dabei kurz auf.
"Das war wirklich fantastisch. Man merkt, dass du ich auf der Bühne sehr wohl fülst, Juliet. Du hast den richtigen Part und das optimale Stück für dich ausgewählt. Das einzige, das du bemerken wäre, ist dass du manchmal ein klein wenig undeutlich gesprochen hast. Auch wenn du in der Rolle sehr angeregt und hastig sprechen musst, muss es auch deutlich für die Leute verständlcih sein, die das Stück nicht kennen. Langsam, laut und überdeutlich ist das wichtigste".
Christopher lächelte immer noch. Es würde interessant werden, mit ihr zu arbeiten.
"Nun, vielen Dank, Juliet". Er nickte.




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Claire

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BeitragThema: Re: Auditions   So Nov 28, 2010 10:43 pm

Claire sah der jungen Frau interessiert bei ihrem Schauspiel zu, während sie sich in den Sessel lehnte und diese musterte.
Nachdem sie ihren Monolog beendete, war Claire wirklich begeistert. Sie kannte sich nicht sehr mit Schauspielerei aus, aber sie konnte ausmachen, ob jemand sie überzeugt oder eben nicht überzeugt hatte. Und Juliet hat ihre Sache wirklich gut gemacht, befand Claire. Doch auch diese Szene war nicht gerade einer der Schönsten in der Literatur, ganz im Gegenteil.
Das einzige Problem Claires war dieses alte, äußerst alte Englisch. Sie war nach 6 Jahren in New York immer noch keine Meisterin was Englisch betraf, obwohl sie sich redlich bemühte. Auf jeden Fall konnte sie es schon besser, als vor 6 Jahren, jedoch mit Shakespeare konnte sie gar nicht. Da verstand sie weniger als die Hälfte, jedoch hörte sie Juliets britischen Akzent. Und Claire liebte britische Akzente, jedoch kein britischer Akzent konnte für sie den von Chris topen. So viel stand fest.
Trotzdem war sie wirklich begeistert von der Darbietung Juliets.
Wer wohl nach ihr kommen würde?
Sie dachte kurz an das Gedicht in ihrer Jeansjacke und überlegte, dass es eigentlich sinnlos war, es überhaupt noch bei sich zu tragen, deshalb nahm sie den zusammengeknüllten Zettel wieder heraus und warf ihn achtlos in den Mistkübel neben sich, wo noch kein einziges anderes Blatt drinnen war, außer jetzt das Papierbällchen mit dem Gedicht und der kleinen Zeichnung.



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Schuyler

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BeitragThema: Re: Auditions   So Nov 28, 2010 11:04 pm

Schuyler fand sich auf dem Universitätskampus relativ gut zurecht. Sie hatte vor wenigen Jahren schonmal eine Klassenreise nach New York gemacht und das einzige, das sie richtig interessiert hatte, war Woodbridge und die University of Arts. Damals hatte sie ihren Eltern noch nicht erzählt, wie sehr sie der Kunst und der Poesie verfallen war. Nun war sie endlich hier und stand auf ihren eigenen Füßen. Der Gedanke gefiel ihr. Sehr sogar.
Leichten und lockeren Schrittes betrat Schuyler den Festsaal und schloss die Tür besonders leise hinter sich, da sie jemanden auf der Bühne stehen sah und die Frau bei ihrem Auftritt nicht stören wollte.
Oh...der Auftritt ist schon vorbei? So ein Mist..ich hätte gern jemanden singen oder schauspielern gesehen...
Schuyler ging den Gang zwischen den Sitzreihen, der leicht bergab ging, entlang und suchte sich einen der zahlreichen leeren Sitzplätzen aus. Sie sah zwei Männer, zwei Frauen, abgesehen von der auf der Bühne, und die zwei Juroren, die vor einem Tisch saßen und sich offenbar Notitzen machten und ihre Bewertungen abgaben.
Mit ihrer Mappe voll mir Zeichnungen und ein paar Gedichten setzte sich Schuyler neben ein Mädchen mit roten Haaren.
Als sie ihr ihr Gesicht sah, merkte sie, dass es ganz traurig war.
"Alles in Ordnung mit dir?", fragte Schuyler freundlich und sah kurz zur Bühne und wieder zurück.
Ob wohl etwas bei ihrem Auftritt schiefgelaufen war?
Schuyler strich einmal über ihre Stirnfransen, die sie heute ausnahmsweise nach vorne geföhnt hatte, und stellte zufrieden fest, dass keine Lücke zwischen ihnen vorzufinden war.
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Kim

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BeitragThema: Re: Auditions   So Nov 28, 2010 11:17 pm

Kim hörte den Vortragenden gar nicht mehr zu, so sehr war sie in Gedanken versunken. Alles drehte sich in ihrem Kopf nur noch darum, nicht wieder versagt zu haben. Dieser ständige Druck machte sie ganz wahnsinnig. Sie atmete tief ein und aus und schaute hoch, als sie von einer weiblichen Stimme angesprochen wurde. Das Mädchen war braunhaarig und hatte meerblaue Augen. "Ja, ich denke schon." sagte sie mit einem schwachen Lächeln. Wahrscheinlich bewarb sich das Mädchen für MAlerei der Mappe nach zu urteilen.
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Juliet Johnson

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BeitragThema: Re: Auditions   Mo Nov 29, 2010 6:17 pm

Als sie noch am Boden lag, hörte Juliet wie sich jemand erhob und in die Hände klatschte. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Züge und sie erhob sich. James und Amy waren aufgestanden und applaudierten ihr, was sie mit einem Augenzwinkern in ihre Richtung quittierte. Doch nun galt es das Urteil der Jury abzuwarten. Gespannt sah sie hinüber und spürte wie ihr Herz freudig hüpfte, als der Juror begeistert lächelte und für sie klatschte. 'Großartig', kommentierte er und klatschte erneut, dabei auflachend. Juliet spürte wie ihre Wangen rot vor Freude und Verlegenheit wurden. Der Juror fuhr fort aufzuzählen was gut gewesen war und sie freute sich über das ausgiebige Lob. Den Kritikpunkt nahm sie mit einem Nicken und machte sich eine geistige Notiz daran zu denken. Manchmal verfiel sie sosehr in eine Rolle, dass sie dabei die Zuschauer, die es ja verstehen mussten, ganz vergaß.
"Ich habe Ihnen zu danken", lächelte sie, strahle sosehr, dass beinahe ein Leuchten von ihr auszugehen schien.
Gut gelaunt verbeugte sie sich und verließ die Bühne. Sie setzte sich neben Amy Blue und faltete ihre Hände.
Gespannt blickte sie nach vorne und erwartete die nächste Darbietung.
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Schuyler

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BeitragThema: Re: Auditions   Mo Nov 29, 2010 10:36 pm

Bevor Schuyler eine Antwort von dem rothaarigen Mädchen bekam, beobachtete sie interessiert das Mädchen auf der Bühne. Dem Anschein nach hatte es sich für Schauspiel beworben, doch leider hatte Schuyler die Bewertung des Jurors nicht mehr mitbekommen. Dem Gesichtsausdruck und dem Lächeln zu urteilen, hatte die Frau mit ihrem Auftritt großen Erfolg gehabt und die Anerkennung des Jurors gewonnen.
Ihre Eltern hatten sie früher des öfteren ins Theater mitgenommen, doch sie hatte in der Schule rasch herausgefunden, dass die Schauspieleri alles andere als ihr Gebiet war. Sie war einfach grässlich gewesen.
Es hatte Schuyler jedoch nicht wirklich etwas ausgemacht, da sie schon damals zum Zeichnen begonnen hatte.
Schuyler löste sich von ihren Gedanken und wandte sich wieder an dasrothaarige Mädchen, dessen Namen sie noch nicht kannte.
"Sicher?", fragte sie ein wenig besorgt. "Du siehst nicht gerade fit aus. Sei mir nicht böse". Sie lächelte unschuldig.
"Wofür hast du dich beworben? Oh, ich bin übrigens Schuyler".

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Kim

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BeitragThema: Re: Auditions   Mo Nov 29, 2010 11:33 pm

Kim seufzte tief. Sie wollte nicht schon wieder in Selbstmitleid versinken und setzte sich gerade hin. Ihre Eltern hatten ihr schon früh Sitte und Ordnung beigebracht und das wollte sie auch hier einhalten. Man konnte wirklich sagen, sie wäre katholisch erzogen worden. "doch, doch. Es geht." sagte Kimberly schnell und steckte sich eine verloren gegangene Haarsträhne hinter die Ohren. "Alles klar bei mir." sagte sie noch einmal und seufzte leise. "Kim heiße ich." stellte sie sich vor und fügte noch hinzu: "Für Gesang habe ich mich beworben."
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James

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BeitragThema: Re: Auditions   Di Nov 30, 2010 10:39 pm

James wusste, dass er nun an der Reihe war und ging deshalb elegant den Gang, der leicht hinunter gang, entlang, die Stufen hinauf in die Mitte der Bühne, wo ihn das helle Licht des Scheinwerfers empfing.
Im ersten Moment musste er sich an das viele Licht gewöhnen, doch nach kürzester Zeit war es ihm wieder möglich, etwas zu sehen. Als er die beiden Augenpaare der Juroren gefunden hatte, lächelte er höflich und sagte:" Hi! Mein Name ist James und ich würde mich gerne für die Studienfächer Literatur und Schauspielerei bewerben."
Er fügte hinzu:" Wenn es Ihren Zeitrahmen nicht sprengt, würde ich gerne zwei Dinge vortragen, einerseits einen kurzen schauspielerischen Monolog und andererseits würde ich gerne etwas vorlesen."
"Beginnen werde ich mit einem Monolog aus Faust."
"Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie!
Durchaus studiert, mit heißem Bemühen.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;
Heiße Magister, heiße Doktor gar,
Und ziehe schon an die zehen Jahr,
Herauf, herab und quer und krumm,
Meine Schüler an der Nase herum-
Und sehe, dass wir nichts wissen können!
Das will mir schier das Herz verbrennen."
Seine Stimme war einfach nur wundervoll. Sie passte sich vollkommen der Rolle des Faust an und man konnte die Verzweiflung des nie Ruhenden hören. Er sprach weiter:
"O sähst du, voller Mondschein,
Zum letzten Mal auf meine Pein,
Den ich so manche Mitternacht
An diesem Pult herangewacht:
Dann, über Büchern und Papier,
Trübsel'ger Freund, erschienst du mir!
Ach, könnt ich doch auf Bergeshöhn,
In deinem lieben Lichte gehn,
Um Bergeshöhle mit Geistern schweben,
Auf Wiesen in deinem Dämmer weben,
Von allem Wissensqualm entladen
In deinem Tau gesund mich baden!"
Er sprach voller Trauer, Verzweiflung, während er bei einem imaginärem Fenster hinauszuschauen schien. Plötzlich sah er wieder in die Reihen des Theaters, voller Hohn und Wut.
"Weh! steck ich in dem Kerker noch?
Verfluchtes dumpfes Mauerloch!", rief er.
"Wo selbst das liebe Himmelslicht
Trüb durch gemalte Scheiben bricht!
Beschränkt von diesem Bücherhauf,
Den Würme nagen, Staub bedeckt,
Den, bis ans hohe Gewölb hinauf,
Ein angeraucht Papier umsteckt; " sagte er voller Hohn in der Stimme, während er über die Bühne lief.
"Mit Gläsern, Büchsen rings umstellt,
Mit Instrumenten vollgepfropft,
Urväter Hausrat drein gestopft-
Das ist deine Welt! das heißt eine Welt" rief er letztendlich voller Verachtung, voller Enttäuschung über die Welt.
Er verharrte und starrte ins Nichts, wie ein Irrer, bis er seine normale Haltung wieder einnahm.
Am Ende sah er auf, in die Gesichter der Juroren. Er verbeugte sich kurz, lächelte und kam zum zweiten Teil.
James holte einen Zettel aus seiner Hosentasche und kam zu seinem Talent. Die Schauspielerei machte ihm Spaß, er hatte auch schon viel dafür gelernt, aber er wusste, dass er noch einiges dazu lernen musste. Sein wahres Talent war sein Wissen in der Literatur und das Vorlesen. Das tat er nun auch, er las und das voller Inbrunst und nahe der Verzweiflung. Wirklich jeder kaufte ihm ab, dass er sich gerade so fühlte, wie er es vorlas. Er verleite den Wörtern und den Sätzen Leben, hauchte ihnen all die Gefühle ein, die sie vermitteln wollten.

"Von Ferne tönt der Glockenschlag,
Die Nacht, sie rauscht so dumpf daher.
Ich weiß nicht, was ich tuen mag;
Mein Freud' ist aus, mein Herz ist schwer.

Die Stunden fliehn gespenstisch still,
Fern tönt der Welt Gewühl, Gebraus.
Ich weiß nicht, was ich tuen will:
Mein Herz ist schwer, mein' Freud' ist aus.

So dumpf die Nacht, so schauervoll
Des Mondes bleiches Leichenlicht.
Ich weiß nicht, was ich tuen soll...
Wild rast der Sturm, ich hör' ihn nicht.

Ich hab' nicht Rast, ich hab' nicht Ruh,
Ich wandle stumm zum Strand hinaus,
Den Wogen zu, dem Grabe zu...
Mein Herz ist schwer, mein Freud' ist aus."

Er verstummte und sah auf.
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Christopher

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BeitragThema: Re: Auditions   Di Nov 30, 2010 11:04 pm

Christopher sah James interessiert zu und war ein wenig überrascht, als er begann, Faust von Johann Wolfgang von Goethe auf Deutsch vorzutragen.
Das hatte bis jetzt noch kein Student getan. Auch wenn es deutschsprachige oder auch französische Literatur war, kannten die meisten nur die englische Übersetzung. Da Chris fließend und beinahe Akzentfrei Deutsch sprach, war es eine sehr angenehme Sache, James zuzuhörn, vor allem, da der junge Mann so ein großes schauspielerisches Talent hatte. Chris wurde in die Zeit zurückgeholt, die er in Wien vernracht hatte, und genoss es sehr. Er vermisste manchmal die deutsche Sprache, außerdem hatte er "Faust" in Wien gelesen und auch immer im Theater gesehen, wenn es in der Stadt aufgeführt worden war.
James stellte seiner Meinung nach die Figurs des Doktor Faust sehr gut dar und wechselte auch rasch und problemlos ihre Emotionen, genauso, wie es sich für diese Verse, die er vorgetragen hatte, gehörte.
Chris war sich sicher, dass James auch rethorisch sehr begabt war, da seine Stimme gut klang.
Noch bevor der Direktor nach der ersten Darbietung etwas bemerken konnte, begann James schon ein Gedicht vorzulesen. Er trug es mit solcher Inbrunst und solchem Elan vor, sodass man die Gefühle des Autors beinahe im Raum schweben sehen konnte. In der Mitte des zweiten Paragraphen erkannte Chris, dass die Verse von dem deutschen Philosophen und Dichter Friedrich Nietzsche waren.
Christopher richtete sich auf, als James fertig war und klatsche zwei Mal kurz.
"Ich bin sehr beindruckt, James"; begann er nickend und faltete die Hände zusammen, wobei seine Ellbogen auf dem Tisch ruhten.
"Als Schauspieler hast du gewiss Potential, das wir auch noch ausbauen können und ich war auch positiv überrascht von Ihrer Wahl der Autoren, der Verse und auch der Sprache. Nicht viele in Amerika sprechen Deutsch und ich nehme stark an, dass sie nicht nur auswendig gelernt, sondern auch jedes einzelne Wort von Faust verstanden haben".
Chris hatte seine ganze Bewertung in Deutsch abgegeben, kein einziges Wot in Englisch. Immerhin war es keine Vorraussetzung, dass der Direktor einer Amerikanischen Universität Deutsch beherrschte - von seiner Lebensgeschichte einmal abgesehen.
"Vielen Dank, James. Ich bin auch schon gespannt auf die kommenden Literaturgespräche. Würden Sie noch so nett sein und uns Ihren Nachnamen verraten?".
Chris lächelte.
So viele talentierte Studenten!!




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James

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BeitragThema: Re: Auditions   Di Nov 30, 2010 11:13 pm

James freute sich über die wirklich gute Kritik des Jurors und überlegte, ob das vielleicht der Direktor war.
Aber wer war dann die Frau neben ihm?
Er konzentrierte sich wieder auf das Hier und Jetzt. Er fand es äußerst spannend, dass er seine Kritik auf Deutsch abgegeben hatte und zwar in fließendem, perfektem Deutsch. Wie viele verstanden die beiden wohl im Moment? Er hatte wirklich nicht erwartet, dass der Lehrer oder auch der Direktor einer so berühmten, amerikanischen Universität so gut Deutsch beherrschte. Welchen Sprachen war er wohl noch mächtig? James wusste es nicht, aber er würde es herausfinden, so viel stand fest.
Er freute sich schon sehr auf die Übungen, Proben, Lesungen und alles was dazugehörte. Mit einer Menge Optimismus sah er in die nahe Zukunft, die ihm nun bevorstand. Er hätte Nane einfach gleich glauben sollen, die immer wieder gesagt und geschrieben hatte, er würde das sicherlich schaffen.
"Vielen Dank. Oh, ich vergaß, mein Name ist James Sànchez", sagte er freundlich, nickte kurz mit dem Kopf und verließ anschließend die Bühne um sich wieder hinter Amy Blue zu setzen.
In seinem Gesicht lag ein unschlagbares Lächeln, dass ihm so schnell keiner mehr wegnehmen konnte, so viel stand fest!
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Schuyler

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BeitragThema: Re: Auditions   Di Nov 30, 2010 11:20 pm

Abgesehen von dem Namen kaufte Schuyler dem Mädchen kein Wort ab.
Wirklich positive Stimmung hier...
Sie runzelte nachdenklich die Stirn.
Bevor Schuyler noch etwas zu Kim sagte, richtete sie ihren Blick auf die Bühne und staunte nicht schlecht. Aber nicht nur, weil der Student eine ziemliche gute schauspielerische Leistung hinlegte, sondern auch weil sie im Grunde kein einziges Wort von dem verstand, was er sagte. Auch die Bewertung des Jurors klang für sie wie sinnloses Geschwafel. Das einzige, was sie erkennen konnte, war dass es vermutlich Deutsch war. Doch sie war sich dessen vielleicht zu 60% sicher.
Trotz der Tatsache, dass sie kein Wort verstanden hatte, war sie von seiner Mimik und der Leidenschaft, mit der er auf der Bühne sprach, begeistert und klatschte eifrig, nachdem der Student geendet hatte.
"Gesang?"; sagte Schuyler, als sie sich wieder an Kim wandte.
"Wow, nicht schlecht, Singen ist sicher nicht einfach. Vor allem, da der Saal hier so riesig ist. Die Akkustig ist zwar phennomenal, aber man muss ja auch über das Klavier drübersingen, nicht?".
Sie lächelte offen. Es konnte doch nicht sein, dass dieses Mädchen so trübselig dreinschaute! Wäre sie nicht gut gewesen, hätten sie die Direktoren sicher schon nach Hause geschickt.
"Wer weiß? Vielleicht wirst du ja nochmal aufgerufen?".

Schuyler saß eine Zeit lang an ihrem Platz, wartete auf Kims Antwort und wunderte sich ein wenig, dass niemand auf die Bühne ging. Auch die Juroren verhielten sich noch ruhig. Sie drehte ihren Kopf und sah sich in dem Festsaal um. Es schien niemand die Absicht zu haben, auf die Bühne zu treten, also zuckte sie die Schultern und stand mit ihrer Mappe fest unter den Arm geklemmt auf, um nach vorne zu gehen.
Vorne beim Tisch der beiden Bewrter angekommen, lächelte Schuyler und sagte:"Hallo, mein Name ist Schuyler Valentine und ich würde mich gerne für Kunst und Poesie bewerben".
Für den Bruchteil einer Sekunde stand sie mit ihrer Mappe unschlüssig da, weil sie nicht wusste, wem sie sie geben sollte, legte sie dann aber einfach in die Mitte des Tisches.
"Meine Spezialität sind Auquarellbilder, am liebsten von den verschiedenen Facetten der Natur. Ab und zu schleichen sich aber auch Gebäude hinein", erklärte sie und öffnete die Mappe vor den beiden Direktoren.
http://i62.servimg.com/u/f62/15/72/59/18/aquare10.jpg
http://dipaolo.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/aquarell.jpg
http://www.atelier-fh.de/assets/images/Haupstrasse_im_Winter1.jpg
http://www.artoffer.com/_images_user/2603/26753/large/Joseph-Wyss-Landschaft-See-Meer-Diverse-Landschaften.jpg
Schuyler wartete gespannt. Ob sie das Gedicht noch herzeigen sollte, wusste sie nicht genau.
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Claire

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BeitragThema: Re: Auditions   Di Nov 30, 2010 11:53 pm

Claire sah das Mädchen an und war gespannt, was wohl jetzt kommen würde, da sie nicht auf die Bühne ging. Als sie eine Mappe auf den Tisch legte, musste Claire automatisch lächeln.
Eine Künstlerin....endlich....
Ihr vorher so gedankenverlorener Ausdruck verwandelte sich in ein fröhliches Gesicht.
"Nun, Mrs. Valentine, ich schließe daraus, sie mächten sie sich für das Studienfach Kunst bewerben?", fragte sie und stellte gleichzeitig fest.
Sie schob die Mappe vor sich und öffnete sie behutsam. Aus ihrer "jungen Zeit" wusste sie, wie wertvoll Bilder für den eigenen Künstler waren. Oft lagen darin Emotionen oder Ereignisse der Vergangenheit, die niemand anderer darin sehen konnte. Erlebnisse, von denen man sich befreit hat, die man durchlitten hat oder einfach Momente, an die man sich gerne zurückerinnert. Deshalb hasste sie es damals, wenn jemand unachtsam mit ihrer Zeichenmappe umgegangen war.
Wunderschöne Aquarelle erfüllten ihr Auge, alle mit einer Perfektion gemalt, dass ihr wirklich der Atem ausging. Sie blätterte vorsichtig darin, sah sich die Landschaften, die Natur und teilweise die Gebäude an. Es waren wirklich traumhafte Werke.
"Mrs Valentine, diese Bilder sind atemberaubend, wirklich! Ihr Talent ist nicht in Frage zu stellen. Wir werden auf jeden Fall versuchen Ihr Talent vor allem bei Aquarellbildern auszubauen, und uns auch anderen Kategorien, wie zum Beispiel Porträts, Bleistiftzeichnungen oder Großformaten widmen, wenn Sie möchten. Da Sie im Moment noch meine einzige Kunstschülerin sind, bin ich mir sicher, wir können den Unterricht sehr individuell gestalten, obwohl Kunstunterricht ist immer ...."eigen", wenn Sie verstehen was ich meine." Sie lächelte freundlich.



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BeitragThema: Re: Auditions   Mi Dez 01, 2010 12:04 am

Schuyler wäre am liebsten japsend in die Luft gesprungen, als die Jurorin ihre Bilder als atemberaubend bezeichnete. Ihr lag sehr viel an ihren Aquarellarbeiten, jedes einzelne hing mit Gefühlen und Erlebnissen zusammen. Einige Orte hatte sie aus ihrer Erinnerung gemalt und war oft stundenlang an ihnen gesessen. Das Wasser musste einfach richtig verrinnen und in einem guten Ausgleich zur Farbe aufgetragen werden, sonst wirkten die Töne auf das Auge entweder zu stark oder zu schwach, was Schuyler auf keinen Fall zusallen wollte.
"Das wäre wunderbar!", platzte er aus ihr heraus und sie strahlte.
"Ich verstehe sehr gut, was Sie mit "eigen" meinen. Künstler haben eben ihren eigenen Kopf", erzählte Schuyler drauflos und riss einmal kurz die Augen auf, das sie Angst hatte, mit ihrer Aussage etwas falsches gesagt zu haben. "Sie dürfen das natürlich nicht falsch verstehen".
"Oh und eine Kleinigkeit wäre da noch", Schuyler kramte aus ihrer Tasche ein Blatt Papier heraus, auf dem sie eines ihrer Gedichte notiert hatte.
"Für Poesie wollte ich mich ja auch bewerben". Sie reichte der Frau den Zettel und wartete geduldig.
An ancient Chippewa tradition
The dream net has been made
For many generations
Where spirit dreams have played.
Hung above the cradle board,
Or in the lodge up high,
The dream net catches bad dreams,
While good dreams slip on by.
Bad dreams become entangled
Among the sinew thread.
Good dreams slip through the center hole,
While you dream upon your bed.
This is an ancient legend,
Since dreams will never cease,
Hang this dream net above your bed,
Dream on, and be at peace.

"Als ich das geschrieben habe, habe ich mich sehr viel mit den Indiandern in Südamerika beschäftigt", erklärte sie kleinlaut.
Ich rede zu viel...ernsthaft!
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Claire

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BeitragThema: Re: Auditions   Mi Dez 01, 2010 12:14 am

Claire war Schuyler äußerst symphatisch. Sie sprach einfach so, wie es ihr einfiel, war ein wenig chaotisch, aber wirklich liebenswürdig, sehr gefühlvoll und sicherlich romantisch, wie die meisten Künstler, vermutete Claire. Natürlich konnte sie auch falsch liegen, aber es war einfach ihr erster Eindruck.
Irgendwie erinnerte sie sie an sich selbst, als sie in dem Alter war.
Konzentriert las sie das Gedicht, sah sich an, wie es formal aufgebaut war und dachte kurz über den Inhalt nach.
"Tja, also in meinen Kursen, die ich zum Thema Poesie halte, bist du auf jeden Fall herzlich willkommen", sagte Claire lachend und fügte hinzu:" Dieses Gedicht ist besonders. Du bist die Erste, die mir etwas zu diesem Thema zum Lesen gegeben hat. Ich bin beeindruckt."
Claire lächelte nun über das ganze Gesicht, weil Schuyler wirklich ein großes Talent hatte. Sie war fähig wunderschöne Aquarelle und Gedichte auf ein Blatt Papier zu zaubern. Das kam nicht oft vor. An dem Formalen würden sie noch ein bisschen arbeiten.
"Vielen Dank, Schuyler für diesen Einblick", beendete Claire ihre Ausführungen und meinte es so, denn ein Künstler zeigte mit seinen Bildern immer etwas von sich selbst, wenn nicht sogar sehr viel. Es war also nicht allzu selbstverständlich, deshalb verwendete sie auch das Wort "Einblick".
Ein kurzer Blick fiel in Richtung Chris, doch sofort sah sie wieder in Schuylers Gesicht.



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Amy Blue

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BeitragThema: Re: Auditions   Mi Dez 01, 2010 9:50 am

Amy schaute James nach, wie er auf die Bühne ging. Wahrscheinlich würde er gleich etwas unglaublich kluges von sich geben. Wie immer! Genervt schaute sie ihn an und verschrenkte ihre Arme vor der Brust. So sah sie beinahe schon aus wie ein kleines trotziges Mädchen. Was sie ja manchmal auch noch war. Doch ihre Augen wurden größer als er anfing einen Monolog von Faust vorzutragen. Selbst sie hatte schon davon gehört. Und sie musste wirklich zugeben, dass sie sogar fasziniert war. Doch Amy versuchte sich, so gut es ging, nichts anmerken zu lassen, was ihr doch kläglich misslang. James war gut. Er war wirklich gut. Schon fantastisch. Dann endete er und las etwas vor. Wieder hörte sie ihm gespannt zu. Er hatte eine angenehm weiche Stimme, die einen dazu veranlasste, einfach zu hören zu müssen. Amy hörte eher auf den Klang seiner Stimme als auf den Text, den er vorlas. Und schon war es vorbei und man riss sie aus ihren Träumen. Die Tänzerin blinzelte leicht und lehnte sich dann zurück. Die Juroren waren ganz begeistert von ihm gewesen, und ungewollt musste Amy zugeben, dass sie es wohl auch war. auch wenn ihr der Gedanke absolut nicht gefiel. So ein Angeber. Als er die Bühne verließ, versuchte sie ihn zu ignorieren. Und warum musste er sich ausgerechnet wieder hinter ihr setzen? Es gab hier doch noch hunderte andere Plätze. Aber nein, gerade hinter ihr.
Dann trat eine neues Künstlerin vor, die sich wohl für Malerei bewarb. Zu gerne hätte sie die Aquarellbilder gesehen. Ignorierte aber den Drang. Nachher würde sie die Schuyler mal fragen, ob sie sich ihre Bilder ansehen dürfe. Auch wollte dieses Mädchen sich wohl für Poesie bewerben. Passte doch eigentlich ganz gut zu James und schon reifte in ihr ein teuflischer Gedanke heran.
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BeitragThema: Re: Auditions   Mi Dez 01, 2010 9:58 am

Kim hörte dem Jungen bzw. schon Mann zu. Er war ebenfalls fantastisch. Besonders wie er Goethes Faust vortrug. Sie kannte es ebenfalls. Gespannt hörte sie ihm zu. Es war wirklich unglaublich und mit seiner angenehm weichen Stimme fesselte er jeden. Selbst die, die von außen hin eher eine harte Schale hatten. Kim war ganz verträumt und auch als er vorlas, wirkte sie gespannt und fasziniert. Doch dann endete das Stpück und Schuyler sprach sie wieder an. "Na ja, es geht eigentlich. Man muss nur ein wenig Kraftvolumen aufbringen. Und wenn man ein Mikro hat, dann geht das schon." erklärte sie ihr lächelnd. Dann erhobs ich die Künstlerin, ging zur bühne und gab irgendetwas den Juroren. Wahrscheinlich Malereien oder so. Sie hatte keine Ahnung,.
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BeitragThema: Re: Auditions   Mi Dez 01, 2010 10:32 pm

Schuyler grinste übers ganze Gesicht, nahm ihre Mappe von dem Tisch und klappte sie sorgfältig wieder zu.
"Vielen Dank!", sagte sie freudig und lächelte sowohl Claire als auch dem anderen Juror zu, bevor sie den Gang zwischen den Sitzreihen wieder hoch ging.
Sie nahm wieder neben Kim platz und legte die Mappe auf ihren Schoß.
Als sie bei James und Amy vorbeigekommen war, hatte sie leicht die Stirn gerunzelt. Kannte sie den Typen nicht irgendwo her?
Erst als Schuyler wieder neben Kim saß, fiel ihr ein, dass sie ihn in dem Bookshop am Campus gesehen hatte. Kunde oder Arbeitskollege? Das würde sie noch herausfinden müssen.
Sie fühlte sich ein wenig schlecht, da sie noch bevor sie Kim geantwortet hatte, nach vorne gegangen war, und nahm das Gespräch wieder auf.
"Was singst du am liebsten? Musical? Pop und Rock? Oder gar Oper?"; wollte Schuyler wissen und lächelte, immer noch sehr glücklich über die gute Bewertung ihrer Bilder und auch ihres Gedichtes.
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Claire

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BeitragThema: Re: Auditions   Mi Dez 01, 2010 10:52 pm

Claire drehte sich im Sitzen um und sah die schwach beleuchteten Reihen durch.
Sie sah kein neues Gesicht mehr und sah deshalb in Richtung Chris. Danach stand sie auf, ging auf die Bühne, und Chris folgte ihr.
Mit ihrem Blatt Papier verkündete sie lächelnd:
"Ich darf herzlich zwei neue Studenten an unserer Schule begrüßen, die unter meiner Leitung studieren werden. Herzlich Glückwunsch, Miss Collins und Miss Valentine. Ich freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit."
Sie lächelte den beiden zu und wandte sich dann an Chris, sodass er seine neue Studenten begrüßen konnte.
Wie tat ihr der Blick weh, doch nichts davon drang an die Oberfläche ihres Gesichtes, welches kühl, wie Eis wirkte. Ihr Blick richtete sich wieder geradeaus um den Schülern in die Augen zu sehen.



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Christopher

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BeitragThema: Re: Auditions   Mi Dez 01, 2010 11:03 pm

Chris folgte Claire auf die Bühne und sah starr geradeaus, als sie ihre zwei neuen Schülerinnen an der Universität begrüßte.
Als sie zu ihm hinüber sah, traf ihn ihr Blick wir ein spitzer Stein, der gegen sein Herz geworfen wurde. Er nickte, ließ sich ebenfalls nichts anmerken und wandte sich an die Sitzreihen.
"Nun, heute war ein sehr erfolgreicher Aution-Tag, wie es scheint", lächelte Chris überzeugend und klatschte einmal in die Hände.
"Ich begrüße hiermit Miss Johnson, Mr. Sanchèz, Mr. Marshall und auch Miss O'Sullivan an der University of Arts. Herzlichen Glückwunsch. Ihre persönlichen Stundenpläne werden wir Ihnen zukommen lassen und weitere Informationen sind am Schwarzen Brett vor dem Festsaal ausgehäng. Ich nehme stark an, dass sie Wohnangelegenheiten bereits geklärt haben, falls sie aber noch Fragen oder Schwierigkeiten haben, können Sie sich an mich und meine Frau wenden, wir stehen gerne für Anliegen zur Verfügung. Unsere Büros sind auf dem Campusplan eingezeichnet. Gibt es im Moment irgendwelche Fragen?".
Chris sah alle neuen Studenten nacheinander an.



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Amy Blue

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BeitragThema: Re: Auditions   Do Dez 02, 2010 9:09 am

Amy schaute der Malerin hinterher als diese sich wieder zu einem rothaarigen Mädchen setzte. Gespannt wartete sie auf die Wertungen der Juroren. Erst trat die Direktorin vor und verkündete, dass SIE fortan unter ihrer Leitung studieren dürfe. "Wirklich?" platzte es aus ihr heraus und ihre Augen wurden groß. "Juchu!" jubelte sie und umarmte Juleit fest. Ihr Vater würde sich sicherlich über diese Neuigkeut freuen.
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Kim

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BeitragThema: Re: Auditions   Do Dez 02, 2010 9:14 am

"Rock-Musik." flüsterte Kim ihr leise zu, als Schuyler sich wieder neben sie setzte. Dann wurde es plötzlich mucksmäuschenstill im Saal und alle warteten gespannt auf die Auswertung der Juroren. Zuerst trat sie Frau nach vorne und verkündete das Urteil. "Herzlichen Glückwunsch." flüsterte sie Schuyler zu und wartete dann auf das Urteil des Direktors. Kim hatte Angst. Wirklich Angst. Ihre Hände krallten sich in ihre Hose und ihre Knöchel traten weiß hervor. Doch dann ließ sie Anspannung nach und sie seufzte wirklich erleichtert auf. Sie war angenommen. Endlich. Dieses Mal hatte sie es geschafft.
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Juliet Johnson

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BeitragThema: Re: Auditions   Do Dez 02, 2010 7:02 pm

Juliet wartete ebenso gespannt wie der Rest auf das Urteil der Juroren. Sie hoffte wirklich, dass sie es geschafft hatte- das Lob und der Beifall, den sie erhalten hatte, sprachen für sie...aber man wusste nie, was in den Köpfen der Juroren vorging.
Ein strahlendes Lächeln lag auf ihrem Gesicht, als der Direktor ihren Namen nannte und sie wollte sich gerade freudig zu Amy drehen, die ebenfalls angenommen worden war, als ihr diese schon um den Hals fiel.
Perplex erwiderte Juliet die Umarmung und bemerkte, dass sie sie gegen ihren Willen genoss. Eine Berührung aus Freude...ohne Hintergedanken...
Langsam löste sie sich von Amy und sah wieder nach vorne. "Wir haben es geschafft", sagte sie leise, als könne sie es noch gar nicht glauben.

Cameron hatte alle Darbietungen still mitverfolgt, wobei er sich vor allem bei den Schauspielern und der Malerin wünschte, er könnte sehen. Natürlich konnte er durch die Stimme der Schauspielerin hören, was sie fühlte, doch gerade bei dem Monolog der Juliet, war es ihm verwehrt den Dolch, oder den irren Blick wahrzunehmen. Und die Bilder...man könnte sie ihm beschreiben. Aber das war lächerlich.
Frustriert verschränkte er die Arme. Wenn Jared nur hier wäre...er hatte ihn immer aufgemuntert und ihn davon abgehalten, sich für seine Einschränkung zu hassen.
Tja. Aber Jared war nicht hier.
Der junge Pianist schob die düsteren Gedanken beiseite, ein Lächeln legte sich auf seine Züge, als der Direktor seinen Namen unter denen der angenommenen Studenten nannte. Ob es denn noch Fragen gab?
Würden Sie mich auch annehmen, wenn Sie wüssten, dass ich blind bin?, fragte sich Cameron. Er zog die Schultern ein wenig hoch. Sie würden es so oder so herausfinden...und ob sie ihn dann dabehielten, würde er sehen. Beim letzten Wort seines gedanklichen Satzes verzog er das Gesicht. Sehen. Redewendungen strotzten nur so davon.
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Claire

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BeitragThema: Re: Auditions   Fr Dez 03, 2010 6:27 pm

Da keiner mehr Fragen zu haben schien, sah Claire die diesjährigen Auditions als beendet.
Sie wandte sich nochmals an ihre zwei Schüler und sagte:" Die nächsten Informationen werdet ihr am Schwarzen Brett vor dem Festsaal finden."
Sicherheitshalber wiederholte sie das, was Chris gerade eben gesagt hatte, sodass niemand den Kurs verpasste oder nicht wusste, wie, wo oder was wann stattfand.
Damit verabschiedete sie sich, ging hinter Chris vorbei, die Stufen hinab und während sie an den Reihen hinauf ging, sah sie den neuen Schülern nochmals ins Gesicht. Alle von ihnen waren wie geschaffen für diese Schule, so viel stand fest. Alle mitsamt waren sie talentierte, junge und aufstrebende Künstler, genau das, was diese Universität suchte. Sie freute sich, dass sie auch dieses Jahr wieder einige talentierte Studenten gefunden hatten.
Damit verließ sie dann den Festsaal und ging Richtung Tanzsäle.

-> Tanzsaal für moderne Tänze



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Christopher

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BeitragThema: Re: Auditions   Sa Dez 04, 2010 1:21 am

Christopher sah seiner Frau ausdruckslos nach und wandte sich ebenfalls nocheinmal seinen Schülern zu.
"Nocheinmal vielen herzlichen Dank für euer Kommen", verkündete er nun lächelnd und fügte hinzu :"Die Zusammenarbeit und der Unterricht werden wohl für beide, sowohl die Leher-, als auch die Schülerseite, eine interessante Herausforderung darstellen. Sie können nun gehen".
Er nickte in richtung der Eingangstür.
Bevor Chris ebenfalls die Bühne verließ, fiel ihm noch etwas ein und er sah Kimberly O'Sullivan an.
"Miss O'Sullivan?", sagte er und gab ihr mit einer Handbwegung zu verstehen, dass sie zu ihm kommen sollte.
"Kommen Sie doch bitte nocheinmal nach vorne, ich würde Ihnen gerne noch etwas sagen, bevor Sie gehen".
Er wartete geduldig darauf, dass die junge Studentin zu ihm kam und sah einen Moment lang gedankenverloren auf die Eingansgtüre, durch die Claire vor einigen Augenblicken verschwunden war.
Wo sie wohl hingegangen war? Chris kannte sie gut genug, um zu wissen, dass sie entweder in ihr Appartement zurückgekehrt war, ohne das Büro zu betreten, oder in einen der Tanzsäle gegangen war.



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