University of Arts

Die University of Arts ist ein Ausbildungsplatz für alle jungen Menschen, die die Liebe zur Kunst entdeckt haben und ihre Talente in Schauspiel- oder Schreibkunst, Poesie, Tanz, Gesang, Komposition und/oder der Malerei ausbauen möchten.
 
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 Das Theater

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BeitragThema: Das Theater   Sa Okt 09, 2010 9:52 pm

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Christopher

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BeitragThema: Re: Das Theater   Do Apr 07, 2011 10:41 pm

Als Chris das kleine Theater der Universität betrat, war es noch leer und stockdunkel. Pfeifend ging er hinüber zum Sicherungskasten und drehte das Saallicht auf und die zwei Hauptscheinwerfer der Bühneebenso, damit er seine Schauspieler gut sehen konnte, wenn sie dann mal eintrafen. Er hoffte bloß, dass sie nicht zu spät kommen würden, das würde ihnen den ersten Eindruck ganz schön vermiesen.
Immer noch pfeifend ging Chris die erste Reihe der roten Sitzplätze entlang und setzte sich genau in die Mitte, wo er dann seine Unterlagen auf seinen Schoß legte und öffnete.
Er würde wohl mit ein paar Aufwärm- und Stimmübungen beginnen, dann ein wenig Improvisationskünste testen und am Ende erst die Scripte austeilen.
Das kleine aber feine Theater der Uni sah zwar relativ modern aus, doch es gab immer wieder Pannen mit dem Licht und den Scheinwerfern. Erst letztes Jahr war es passiert, dass er Vorhang aufeinmal nicht mehr funktionierte und deshalb nach den einzelnen Szenen immer das Licht auf der Bühne abgedreht werden musste, damit man die Schauspieler nicht allzu gut beim Ab- und Aufbauen der Utensilien sehen konnte. Das war vielleicht ein Theater!
Im Moment schien jedoch alles ganz gut zu funktionieren, also hoffte Chris, dass es auch so bleiben würde.
Er überflog nocheinmal die Scripts und lehnte sich anschließend zufrieden zurück. Die Glocke würde bald ertönen...



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James

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BeitragThema: Re: Das Theater   Di Apr 12, 2011 9:32 pm

Juliet und James erreichten das Theater im Laufschritt und kamen eher keuchend, als ruhig atmend an. Zum Glück ertönte die Glocke gerade eben, als sie das Theater betraten. Ihr Timing war also perfekt gewesen.
James sah kurz in Juliets klare Augen, die jetzt so anders wirkten, als vor einer halben Stunde. Mit einem leichten Lächeln und einem sanften Händedruck, ließ er ihre Hand los.
Dann ließ er den Blick über das Theater, dass er schon von den Auditions kannte, schweifen.
Schauspielerei machte er zwar gerne, aber es war jetzt nicht sein Haupttalent, deshalb würde er im Vergleich zu Juliet vermutlich noch einiges lernen müssen, aber wie er sie bis jetzt kannte, würde sie geduldig mit ihm sein. Er hoffte nur, dass auch Mr. Turner geduldig war, aber der Eindruck bei den Auditions von ihm hatte ihm eigentlich gereicht, um sagen zu können: Dieser Mann hatte Geduld....mit fast allem und jedem.
Endlich entdeckte er den groß-gewachsenen Mann in der Mitte der Reihen.
"Hi, Mr. Turner", sagte er locker mit einem freundlichen Lächeln und steckte seine Hände in die Hosentasche. Waren sie die Einzigen, die heute Schauspielunterricht hatten oder kamen noch Andere?
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Christopher

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BeitragThema: Re: Das Theater   Mi Apr 13, 2011 10:44 pm

Christopher stand auf und checkte nocheinmal die Beleuchtung, bevor das Läuten endlich ertönte. Als er sich umdrehte, sah er zwei Studenten keuchend am Eingang stehen, woraufhin er eine Augenbraue ein wenig missbilligend hochzog, da sie erst zwei von acht Studenten waren, die eintreffen sollten.
Wie, als hätten sie seine Gedanken gehört, tudelten hinter den ersten beiden die restlichen sechs Studenten ein, nicht weniger keuchend, als die ersten beiden. Ingesamt waren es drei Mädchen und fünf Burschen, was nicht vorteilhaft für die ganzen Liebes- und Eheszenen war, doch damit war zu leben. Sein Unterricht bestand immerhin nicht nur aus solchen Szenen, sondern auch aus zahlreichen anderen. Er freute sich schon besonders auf die Streitszenen, die ungefähr genauso anspruchsvoll wie die tragischen Szenen waren. Zumindest seiner Meinung nach.
Die sechs Schüler, die nach James und Juliet gekommen waren, standen noch immer in der Nähe des Ausgangs, was Chris dazu veranlasste, zu seufzten und sie mit ungeduldigen Handbewegungen zu sich nach vorne zu winken.
"Erstmals Willkommen hier in unserem Theater und zur ersten Schauspiel-Einheit, der Unterricht wird größtenteils hier stattfinden", sagte Chris, nachdem er einmal in die Hände geklatscht hatte, nachdem sich endlich alle Studenten vorne bei ihm versammelt hatten. "Der Stundenplan war nicht allzuschwer zu lesen und ich hoffe die Karte auch nicht, deshalb hoffe ich, dass ihr das Zuspätkommen und auch das Gerade-noch-rechtzeitig-kommen in Zukunft nicht zur Gewohnheit macht"; fügte er ein wenig härter als seine Begrüßung hinzu.
„Nocheinmal zur Wiederholung, ich bin Professor Turner und falls ihr euch noch nicht alle kennt, könnt ihr euch mal einander vorstellen. Wir beginnen mit ein paar Atemübungen – macht nicht solche Gesichter, das gehört dazu“, sagte er, als er misstrauische Gesichter unter den Studenten erkannte und grinste daraufhin leicht. „Wenn jemand von euch Sänger ist oder es mal im Ansatz gelernt hat, weiß er ja schon die Grundsätze und auch, dass der richtige Einsatz von Atem auch im Theater wichtig ist. Ihr wollt ja immerhin vom Publikum verstanden werden, Mikrophone gibts da nur selten“.
Chris hielt einen Moment lang inne und wartete, bis sich alle kurz einander vorgestellt hatten und nickte dann zufrieden, als seine Schüler wieder verstummt waren.
„Bevor wir beginnen, noch eine Frage: Warum habt ihr ausgerechnet die Schauspielerei gewählt? Nennt mir ein paar Gründe, warum ihr euer Leben auf den Bühnen von Theatern verbringen wollt. Oder erhofft ihr überhaupt, durch dieses Studium einen Durchbruch in Hollywood zu schaffen?“.
Er zog abwartend die Augenbrauen hoch.



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James

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BeitragThema: Re: Das Theater   Fr Apr 15, 2011 11:52 pm

James hörte Professor Turner zu und bemerkte recht schnell, dass er vermutlich ein guter und vor allem erfahrener Uniprofessor war, dass jedoch nicht mit ihm zu scherzen war, wenn es um Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Konzentration ging. Aber das machte schließlich einen guten Lehrer aus oder?
Die Strenge in seiner Stimme ließ darauf schließen, dass er es nicht noch einmal dulden würde, dass beinahe alle zu spät oder noch gerade so zu seiner Vorlesung bzw. zu seinem Unterricht kamen.
Dann stellten sich alle kurz vor und James versuchte sich den Namen eines jeden einzuprägen, doch leider nur mit mäßigem Erfolg. Sein Namensgedächtnis war nicht schlecht, aber das Beste war es auch nicht. Ein Name entfiel ihm immer wieder.
Als James von den Atemübungen hörte, fand er das eigentlich nicht so schlecht wie all die Anderen, die aufstöhnten oder die Augen verdrehten. Er hatte zwar keine Erfahrung mit Singen noch mit den dazu nötigen Atemübungen, die man für das Theater natürlich auch brauchte, aber die Freude am Spielen und die Neugierde an neuen Übungen trieben ihn an.
Die nächste Frage des großgewachsenen Direktors veranlasste James zu schmunzeln. Mit dieser Frage hatte er irgendwie schon gerechnet. Er beantwortete sie jedoch nicht als Erster. Einige andere Studenten drängten sich sofort in den Vordergrund und sprachen, seiner Meinung nach viel zu laut für den kleinen Kreis, indem sie saßen. Ein Mädchen war überhaupt an Aufdringlichkeit nicht zu übertreffen.
Schließlich blieben nur mehr 4 von 8 übrig. Deshalb meldete sich James zu Wort.
"Theater ist ein Ort der Freude, der Trauer, der Provokation, der Wut, der gesamten Gefühlspallette, herauf- und hinunter gespielt. Genau das fasziniert mich am Theater. Wie Friedrich Nietzsche schon sagte:"Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert." Genau so verhält es sich mit dem Theater. Ich habe Schauspielerei deshalb als zweites Fach gewählt, weil ich Menschen berühren, faszinieren, erfreuen, provozieren oder zum Nachdenken anregen will und durch welchen künstlerischen Beruf gelingt das besser, als durch das Theater?" James führte seine Ausführungen mit ruhiger Stimme und einem Lächeln auf den Lippen zu einem Ende. Er hoffte, dass er seinen Punkt klar zum Ausdruck gebracht hatte. Das Zitat war ihm so herausgerutscht, da sein Schwerpunkt dann doch in der Literatur lag.
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Claire

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BeitragThema: Re: Das Theater   Fr Apr 22, 2011 9:37 pm

Claire näherte sich dem Theater und umso näher sie kam, umso leiser wurde sie.
Beinahe lautlos öffnete sie die Türe, schlüpfte durch den schmalen Spalt hindurch und schloss sie wieder hinter sich. Auf Zehenspitzen schlich sie sich im Schatten der Wand entlang bis in die hintersten Reihen. Dort suchte sie sich mittig einen Platz, der nicht wirklich beleuchtet war, sondern in der Dunkelheit lag.
Sie wollte sich rasch setzen, doch plötzlich fiel ihr die Wasserflasche, die sie mitgenommen hatte, aus der Hand und landete mit einem Knall auf dem Boden. Mit einer affenartigen Geschwindigkeit bückte sie sich und blieb in der Hocke, versteckt hinter den vielen Sitzreihen, die zwischen ihr und dem kleinen Kreis der Schauspieler lag. Erst nach ein paar Minuten war sie sich sicher, dass alle wieder mit der Aufmerksamkeit beim Unterricht waren und keiner mehr in ihre Richtung starrte. Vorsichtig stand sie auf, ging geduckt weiter und setzte sich leise auf einen der Sitze. Sie ließ sich entlang der Lehne etwas weiter hinunter gleiten, sodass man sie nicht wirklich sehen konnte. Das schwache Licht hier hinten erschwerte das Erkennen von ihr zusätzlich.
Claire lächelte zufrieden über ihren Erfolg und hoffte inständig, dass sie keiner bemerkt oder erkannt hatte. Die Füße, die immer noch in den Ballettschuhen steckten, stemmte sie gegen den Vordersessel und trank ein paar Schlucke Wasser.
Ihre Hand legte sie in ihren Nacken und massierte diesen, eine sehr typische Geste für Claire. Dann galt ihre Aufmerksamkeit nur noch den Schauspielern und Mr. Turner, dem attraktiven Professor, der gerade seinen Schülern zu lauschen schien.



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Christopher

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BeitragThema: Re: Das Theater   Fr Apr 22, 2011 10:53 pm

Christopher hörte den ersten fünf Schülern aufmerksam zu und nahm sich für jeden einzelnen Studenten ein wenig Zeit, um kleine, zusätzliche Fragen zu stellen und über die Antworten nachzudenken.
"Ja, das sind schon ein paar sehr interessante Ansichten"; sagte er nach dem letzten Statement von James und nickte.
"Nun, James, wir werden wohl daran arbeiten, dass Sie die Schauspielerei demnächste nicht mehr als ihr zweites sondern als ihr erstes Fach bezeichnen", meinte Chris zu ihm und steckte die Hände in seine Hosentaschen. "Was jedoch nicht heißen soll, dass es die Literatur nicht mehr ist". Er zwinkerte.
Nun waren noch drei Schüler übrig und als Christopher das Wort gerade an Juliet richten wollte, hörte er aufeinmal einen lauten Klescher, der aus dem Publikumsraum zu kommen schien.
Was war das?
So wie seine Schüler drehte Chris den Kopf zu den zahlreichen roten Sitzplätzen und runzelte misstrauisch die Stirn, da er niemanden sehen konnte, der den Lärm hätte verursachen können. Vielleicht war es ja einer der Techniker gewesen, der hinten beim Sicherungskasten etwas fallen gelassen hatte und wieder verschwunden war. Das war weiters auch gar nicht wichtig, als richtete Chis seinen Blick wieder auf die immer noch im Saal umhersuchenden Studenten und machte sie mit einem kurzen Räuspern wieder auf sich aufmerksam.
"Nun Miss Juliet, was denken Sie vom Theater?", fragte er locker und ließ seinen Blick kurz auf die Uhr wandern. Die Zeit verging schnell, doch da es die allererste Einheit war, fand er, dass es okay war, sich für dieses Angangsszenario Zeit zu nehmen.
"Ach und nur so zur Information: Die Aussage "Ich will ins Theater, weil ich Langschläfer bin" zählt nicht als Begründung". Er grinste. Er hatte schon einige Studenten gehabt, die damit gescherzt hatten.



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Juliet Johnson

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BeitragThema: Re: Das Theater   Mo Apr 25, 2011 11:09 pm

Juliet hörte all den anderen Studenten und auch James zu, dessen Begründung sie sehr schön fand. Sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Typisch Literaturstudent, schmunzelte sie innerlich. Mr. Turner wandte sich an sie und sie lächelte über seine Anmerkung. "Nun, gut, dass ich normalerweise ein Frühaufsteher bin", meinte sie dazu, dachte dann aber darüber nach, was sie vom Theater dachte. "Theater...", sagte sie nachdenklich. "...ist die Möglichkeit sich frei zu machen von Äußerlichkeiten, Erwartungen und Banalitäten des Alltags und in eine Rolle zu schlüpfen, ganz gleich welche. Ein wahrer Schauspieler- oder Schauspielerin- kann ein hässliches Entlein sein und doch beim Publikum den Eindruck erwecken, als wäre sie ein schöner Schwarm. Ein ängstlicher Mensch ist plötzlich Richard Löwenherz, das Straßenmädchen eine Königin...die Möglichkeiten sind nahezu endlos. Theater spielt sich zunächst einmal im Kopf ab. Wenn man es schafft, das Bild der eigenen Figur aus dem eigenen Kopf in die Köpfe der Zuschauer zu transportieren und dort zu verankern, dann spielt man wahrlich Theater. Mein Ziel ist es, diese Kunst einmal zu beherrschen."
Sie verstummte und sah zu den verblieben Studenten, deren Meinung noch ausstand.
Das Theater für sie eine Notwendigkeit war um zu überleben, den Alltag zu ertragen, erwähnte sie nicht.
Sie war sich nicht einmal so sicher, ob das überhaupt noch lange gültig sein würde...mit James schien alles anders. Verrückt. Dabei kannte sie ihn gerade einmal einen knappen Tag.
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Christopher

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BeitragThema: Re: Das Theater   Mo Apr 25, 2011 11:52 pm

So genau wie er den anderen Studenten zugehört hatte, lauschte Chris auch Juliet's Ansichten und Ideen über das Theater und war beindruckt von der gewählten Ausdrucksweise, die sie benutze und mit wie viel Passion sie von der Schauspielerei sprach.
"Nun, ich werde mein Bestes geben, im Ihnen diese Kunst näher zu bringen"; erwiderte Christopher und wandte sich schließlich den letzten beiden Schülern zu, die noch nicht gesprochen hatten. Die beiden hatten jedoch nicht wirklich viel zu sagen, bloß ein paar Dinge, die schon erwähnt wurden. Im Moment war das Chris jedoch nur recht, da die Zeit doch schneller verrann, als er gedacht hätte, und außerdem würde er noch das ganze Jahre Zeit haben, um die beiden, wie auch alle anderen, noch näher kennen zu lernen.
"Es ist alles sehr richtig, was ihr gesagt habt. Wir werden hart daran arbeiten, die vielen verschiedenen Facetten des menschlichen Gefühlslebens auf euer Gesichter zu bringen und auch in eure Stimme. Wir werden uns viel mit Gestiken beschäftigen, Bewegungen der Wut, der Angst, der Zuneigung. Auch wenn es nur kleinste Regungen sind, die man nicht bewusst wahrnimmt, spielen sie beim Schauspiel eine größere Rolle als man vielleicht glauben möchte", sprach Chris und sah dabei jeden einzelnen Schüler nacheinander an. "Ich werdet mir als allererste Aufgabe für Zuhause jeder eine Charakteristik von euch selbst schreiben. Keine Lügen, keine Versuche euch besser oder anders darzustellen als ihr es in Wirklichkeit seid. Ich erwarte absolute Ehrlichkeit von euch. Schreibt nur über euch. Wie ihr seid, was ihr mögt, was ihr hasst, was euch Angst macht, was euch Freude bereitet...wie ihr tickt. Es geht mir bei dieser Aufgabe nicht darum, euch zu untersuchen oder zu bewerten oder in euren Privatangelegenheiten zu schnüffeln. Im Theater geht es zwar um den Schein und das Schauspielen, doch ebenso um Ehrlichkeit. Für einen Schauspieler ist es fatal, die persönlichen Gefühle mit denen seiner Rolle zu vermischen", erklärte er sachlich und klatschte dann in die Hände. "Alles klar? Gut. Dann kommt mal alle auf die Bühne".
Seinen Studenten voran stieg Chris die Stufen zur Bühne hoch und forderte alle auf, sich gleichmäßig zu verteilen, damit jeder genügend Platz hatte.
"Okay, wir beginnen mit Stimmübungen. Ich kann niemanden gebrauchen, der mit seiner Stimme am obersten Ende seiner Kehle ansetzt. Wir sprechen nicht aus dem Hals, wir sprechen aus der Brust, oder dem Bauch, wenn ihr so wollt. Zuerst einmal seufzten wir einmal laut auf und lassen unseren Oberkörper locker nach vor schwingen. So". Er machte es vor.
"Danach versuchen wir so tief wie möglich einzuatmen, jedoch nicht die Brust soll sich heben sondern zuerst der Bauch und dann kann die Luft langsam hinauf wandern. Versucht in die Leisten zu atmen, okay? Stellt euch vor, die Luft fließt zuerst ganz nach unten und füllt euren ganzen Oberkörper nach und nach mit Luft. Wenn ihr soweit seid, dann tut nichts anderes als einfach "A" zu sagen. Nichts anderes, solange bis euch die Luft ausgeht".
Chris wartete und sah den Studenten beim Luftholen zu.





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James

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BeitragThema: Re: Das Theater   Do Apr 28, 2011 10:34 pm

James hörte Mr. Turner aufmerksam zu, während sein Blick zwischen ihm, Juliet und den anderen Studenten hin- und her huschte. Er war wirklich schon gespannt auf das kommende Jahr, vor allem aber fand er es amüsant, als Mr. Turner sagte, Schauspielerei sei ebenfalls sein "erstes" Fach.
Nun, nachdem er eine kurze Einführung gegeben hatte und auch die anderen Schüler ihre Meinungen über das Theater geäußerst haben, gingen sie gemeinsam auf die Bühne. Dort stellten sie sich alle auf und sahen dem Professor bei den Übungen zu. Auch James seufzte und ließ seinen Körper fallen, um sich locker hängen zu lassen. Dann richtete er sich wieder auf.
James war wirklich absoluter Anfänger, was diese Stimmübungen betraf. Er hatte schon oft Theater gespielt, aber vermutlich hatte er seine Stimme kein einziges Mal richtig eingesetzt, deshalb freute er sich umso mehr, es endlich zu lernen.
In der nächsten Übung ging es um das richtige Atmen. James versuchte wie die Anderen ganz tief in seine Leisten zu atmen, stellte sich vor wie die Luft dort hinwanderte und seinen Bauchraum ausfüllte. Als Hilfe stützte er seine Hände in die Seiten, um sie mit der hingeatmetenden Luft herauszudrücken. Dann stimmte er mit den Anderen in den "A"-Chor ein und schaffte es länger "A" zu sagen, als er gedacht hatte, bis er irgendwann nach Luft schnappen musste.
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Christopher

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BeitragThema: Re: Das Theater   Do Apr 28, 2011 10:58 pm

Chris sah seinen Studenten gespannt beim Luftholen zu und musste sich ein Grinsen verkneifen, als er die angestrengten Gesichter von einigen sah, die versuchten, die Luft, die sie in ihre Lunge trieben, in die richtige Richtung zu leiten. Bei etlichen hob sich zuerst die Brust und dann erst der Bauch, doch er hatte im Grunde nichts anderes erwartet. Immerhin war es die allererste Stunde und sie wären ja nicht hier, wenn sie schon alles beherrschen würden, was Chris ihnen beibringen wollte.
Er sah den Schülern zu und erblickte James, der seine Hände in die Hüften stemmte und somit versuchte, die Luft seine Hände nach außen drücken zu lassen.
"Seht mal alle zu James, er hat eine gute Methode gefunden, um sich selbst zu kontrollieren, ob er es richtig macht. Stemmt die Hände an die Leisten, aber nicht zu fest, und atmet gegen sie. Versucht sie wegzudrücken"; sagte er zu allen und lauschte anschließend dem A-Chor, der kurze Zeit später begann. Es war eigentlich sehr unterschiedlich: Es gab einige, denen gleich nach den ersten paar Sekunden die Puste ausging und es gab andere, die es eine knappe Minute aushielten.
Nachdem alle wieder verstummt waren und nach Luft rangen, klatschte Chris einmal in die Hände und lächelte lobend.
"Das war schon sehr gut. Eigentlich ist das eher eine Gesangsübung, doch auch im Theater bringt sie einige Vorteile. Es kann passieren, dass ihr mal sehr hitzige und wütende oder besonders leidenschaftliche Rollen spielen werdet, die in ihren Monologen nicht oft Zeit zum Luftholen haben. Es ist eine Technik, die immer brauchbar ist. Auch für Professoren". Er grinste und noch bevor er etwas anderes sagen konnte, ertönte die Glocke im Hintergrund, die das Ende der Einheit ankündigte.
"Okay, also schwirrt ab, wir sehen uns beim nächsten Mal".



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Claire

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BeitragThema: Re: Das Theater   Do Apr 28, 2011 11:18 pm

Claire sah Chris bei den Übungen zu, der sie natürlich perfekt meisterte.
Dann kamen die Studenten an die Reihe. Sie konnte nicht anders, als zu schmunzeln, denn teilweise sahen die Schüler wirklich lustig aus, während sie die Übungen versuchten.
Doch mit der ewigen Geduld Chris' war das alles kein Problem. Plötzlich läutete es und Claire wäre fast aus ihrer starren, unauffälligen Position hochgefahren, doch sie hielt sich gerade noch und sprang nicht auf wie von der Tarantel gestochen.
Verdammt, sie hatte es verpasst vor dem Läuten zu gehen. Dann hätte Chris sie nicht bemerkt. Jetzt würde es schwierig werden, unbemerkt aus dem Festsaal zu kommen, eigentlich unmöglich, weil jeder Student sie sofort großen würde und Chris sich automatisch umdrehen würde. Der Plan war also gestorben.
Kurz nach dem Läuten kam auf einmal irgendein Techniker auf die schlaue Idee das ganze Licht auszuprobieren und bevor sich Claire noch irgendwohin flüchten konnte, war die gesamte Beleuchtung des Festsaals aufgedreht. Natürlich konnte man sie auch deutlich erkennen.
Rasch war sie auf den Beinen und ging mit eleganten Schritten in ihren Ballettschuhen Richtung Bühne. Die Studenten grüßten sie alle, sie grüßte höflich, aber reserviert. Schließlich hatten alle den Festsaal verlassen. Claire blieb vor dem Bühnenaufgang stehen und lächelte.
"Nicht schlecht, Chris...", sagte sie lächelnd, wobei sie wusste, dass Chris sicherlich schlussfolgern würde, dass sie hier fast die ganze Zeit war und dass auch sie am Krach vorher schuld war.
Sie sah sich noch einmal um, entdeckte aber niemanden mehr, betrat daher die Bühne und näherte sich ihm mit langsamen Schritten, legte ihre Arme um seine Taille, sodass sich ihre Körper berührten und lächelte fröhlich.
"Du hast so gewirkt, als würde es dir Spaß machen....wie immer...."



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Abby

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BeitragThema: Re: Das Theater   Do Apr 28, 2011 11:46 pm

Nach dem Zeitsprung

Abby bahnte sich ihren Weg durch die Schülermenge, die gerade aus dem Theater herausströmte. Sie schlüpfte durch die Türe hindurch und sah sich nach Christopher um. Sie wurde fündig, als sie in Richtung Bühne sah.
Ein seltenes Bild, dachte sie, als sie Claire und Chris in einer Umarmung erblickte. Die Beiden zeigten ihre Zuneigung normalerweise nicht allzu offen wenn andere in der Nähe waren und Abby bereute es, die friedliche Szene zu unterbrechen. Sie räusperte sich, um auf sich aufmerksam zu machen. "Tut mir Leid euch zu unterbrechen, aber ich brauche deine Hilfe, Chris. Wir haben einen Rohrbruch in den Waschräumen neben der Bibliothek. Ich habe ein paar Studenten überzeugen können das Ganze in Schach zu halten, aber die müssen demnächst zum Unterricht." Die junge Frau warf einen zerknirschten Blick in Richtung Claire. "Ich hab versucht jemand anderen zu finden, aber die Zeit drängt, wenn wir keinen Totalschaden wollen."
Der Zustand von Abby's Kleidung zeigte die Dringlichkeit der Situation: Ihre Füße steckten in Gummistiefeln und ihre Jeans war stellenweise stark durchnässt, auch auf ihrem Shirt zeichneten sich Wasserflecken ab. Wassertropfen perlten ihre Wangen hinab und Staub (irgendwie hatte sie ja an das Wasserrohr kommen müssen...und die Wand war da defintiv im Weg) hatte sich in ihrem Haar festgesetzt.


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BeitragThema: Re: Das Theater   Fr Apr 29, 2011 12:12 am

Claire wollte sich gerade auf ihre Zehenspitzen stellen und Chris einen Kuss auf die Lippen hauchen, als sie plötzlich eine bekannte Stimme hörte. Es war Abby. Ihre Reaktion war blitzschnell. Sie löste sich von Chris, stellte sich einen Schritt zur Seite, sodass sie sich überhaupt nicht mehr berührten und sah Abby etwas überrascht an, einerseits aufgrund ihrer plötzlichen Erscheinung, andererseits wegen ihres Aussehens.
Claire hätte gelogen, hätte sie behauptet nicht ein wenig sauer über den zerstörten Moment mit Chris alleine zu sein. Hinzu kam noch, dass sie es überhaupt nicht ausstehen konnte, wenn sie jemand aus der Universität so innig sah. Claire war sich nicht sicher, ob Chris diese strenge Trennung zwischen privatem und beruflichem hatte, aber sie hatte sie definitiv und auch wenn Abby eigentlich zu ihren Freundinnen zählte, so war es ihr doch unangenehm, Chris vor ihr zu umarmen, selbst Händchen halten schaffte sie nicht. In dieser Ansicht konnte man sie als zugeknöpft bezeichnen.
Claire wusste aber, dass sie irgendwie auch selbst die Schuld für diese peinliche Situation trug. Sie hätte ja nicht mitten auf der Bühne stehen bleiben müssen.
Tja, passiert war passiert. Langsam wurden ihre rosarotgefärbten Wangen (und Röte kam bei ihr äußerst selten vor) wieder blass.
Sie verstand den Grund, warum Abby gekommen war. Immerhin war das ihr Beruf hier und die Kleidung sprach vollkommen für sich. Als sie sie unauffällig musterte, fiel ihr wieder einmal auf, dass Abby selbst mit Wasserflecken, Wandverputz und Staub im Haar und feinen Wassertropfen im Gesicht schön aussah. Das klang vielleicht bizarr, aber es passte zu ihr und Claire fiel kein anderes Wort als sexy ein, vielleicht schon ein wenig zu viel davon. Vor allem aber fiel ihr das weiße Oberteil auf, welches weiß und ebenfalls stellenweise nass war! Die Formel nass+weiß=durchsichtig ging bestens auf. Jeder Mann hätte da zumindest einen Blick gewagt, wenn auch nur im Unterbewusstsein.
Claire wusste, dass das von Abby nicht beabsichtigt war, sie tat eben nur ihre Arbeit und da passierte soetwas schon. Trotzdem behielt sie Chris im Augenwinkel, während sie sich in Gedanken mit ihrem Minderwertigkeitskomplex herumspielte bzw. eher quälte.
Claire nickte kurz und versuchte einen einigermaßen verständnisvollen Blick ihr zuzuwerfen, jedoch wusste sie nicht mit wie viel Erfolg ihr das gelungen war. Chris und sie gingen hintereinander die Bühne hinunter, sodass sie Abby genau gegenüber stehen konnten. Die an bestimmten Stellen des Oberteiles durchblitzende Unterwäsche fiel ihr jetzt aus der Nähe aus und ihr Blick raste augenblicklich zu Abbys Augen, die sie für den Rest der Unterhaltung fixierte, da sie sich nicht erlaubte, noch einmal die teilweise durchsichtige Kleidung zu betrachten, um sich nur selbst zu quälen, zu ärgern oder sonst etwas.



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BeitragThema: Re: Das Theater   Fr Mai 06, 2011 10:37 pm

Chris hatte schon vermutet, dass es Claire war, die sich da hinter den Sitzreihen versteckt hatte und auch den Gegenstand hatte fallen lassen, doch er war sich nicht hundertprotzentig sicher. Erst als einer der Techniker das Licht ausprobierte und testete und der Lichtstrahl genau auf seine Frau fiel, wurde sein Verdacht bestätigt und er grinste amüsiert, als sie dann mit eleganten Schritten zu ihm hoch zur Bühne kam.
"Es macht mir auch Spaß", antwortete er, als Claire in seine Arme getreten war und fügte hinzu:"Ich hoffe deine erste Stunde war genauso spaßig". Soweit man sich das in Ballett eben anmerken lassen darf...
Noch bevor Christopher noch etwas anderes sagen konnte, kam auch schon Abby in das Theater geschneit und unterbrach die beiden in einem ihrer seltenen beziehungsweise oft gar nicht vorhanden zärtlichen Moment in der Universität. Doch im Grunde störte es ihn nicht allzu sehr, da es wirklich ein Notfall zu sein schien. Abby räusperte sich, um auf sich aufmerksam zu machen und erzählte von einem Wasserrohrbruch in den Waschräumen neben der Bibliothek. Na ganz toll.
Chris drehte sich dann vollständig zu der Hausmeisterin um und bemerkte erst dann wirklich den Ernst der Lage, da sie auch dementsprechend aussah. Überall Wasserflecken, stellenweise auch auf ihrem weißen T-Shirt, und ein wenig Staub in den Haaren.
Chris bemerkte den missbilligenden Blick von Claire zunächs nicht und konzentrierte sich auf die Information und die Bitte, die an ihn gerichtet wurde. Er war nie wirklich der große Techniker, geschweigedenn Handwerker, gewesen, deswegen konnte er nur hoffen, dass er in irgendeiner Weise helfen können würde.
"Kein Problem, halb so wild", sagte Chris bezüglich der Unterbrechung. Claire hatte da ein größeres Problem damit, wenn die beiden ein wenig intimer als sonst zusammen am Schulgelände gesehen wurden, doch Chris nahm das nicht so eng. Er respektierte Claire's Wunsch, das Private und das Berufliche streng zu trennen, deswegen hielt er sich an die "Regeln".
"Einen Totalschaden können wir auf jeden Fall nicht gebrauchen, so viel steht fest. Alles klar, sag mir einfach was ich tun soll. Wie kann ich helfen?".
Chris sah Abby fragend an und stieg die Stufen von der Bühne hinab zwischen die Zuschauerreihen.



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BeitragThema: Re: Das Theater   Fr Mai 06, 2011 10:52 pm

Abby fuhr sich mit der Hand durch die Haare und seufzte erleichtert auf. Wenn sie jetzt noch jemanden hätte suchen müssen, wäre das wirklich an ihre Substanz gegangen...
"Ich brauche jemanden der die undichte Stelle mit dem Föhn trocknet, während ich mich um die Überschwemmung kümmere. Das Wasser habe ich schon abgedreht, ich werde diesbezüglich gleich noch eine Durchsage machen, damit die Studenten Bescheid wissen. Wenn die Stelle trocken ist muss sie abgedichtet werden, dabei könntest du mir auch zur Hand gehen, alleine ist das nicht ganz einfach."
Sie sah noch einmal zu Claire, zuckte dann aber innerlich die Schultern. Es tat ihr Leid, aber es ging nicht anderes, es sei denn, Claire wollte ihr lieber helfen.
"Es wird nicht lange dauern", versprach sie Claire, als sie auf Chris wartete, um mit ihm zusammen losgehen zu können. "Ich schick ihn dir wohlbehalten zurück. Vielleicht ein bisschen staubig", meinte sie mit einem Augenzwinkern. Es war einfach nicht ihre Art toternst zu bleiben. Und sie gab es ja zu, manchmal zog sie Claire gerne auf...auch wenn sie sich damit zurückhielt, denn obwohl sie befreundet waren, war die Andere immer ein wenig distanziert. Aber so war Claire nunmal.
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BeitragThema: Re: Das Theater   Fr Mai 06, 2011 11:06 pm

Abby war einfach das absolute Gegenteil von Claire.
Im Gegensatz zu ihr, war sie lustig, immer gut gelaunt, ständig hatte sie einen Witz parat oder eine sarkastische Bemerkung, ihre Art war locker und leicht, immer freundlich.
Warum konnte sie nicht so sein, so unbeschwert, so offen?
Chris behielt sie im Augenwinkel, doch anscheinend fiel ihm das feuchte, weiße T-Shirt nicht einmal auf, obwohl sie sich das nicht so ganz vorstellen konnte.
Leicht zogen sich ihre Mundwinkel nach oben, als Abby sie höflich, aber doch auf den Arm nahm. Normalerweise bemühte sie sich wirklich lockerer zu wirken, aber jetzt war sie nicht in Stimmung sich irgendwie zu verstellen, deshalb schaffte sie nicht mehr als ein unterkühltes Lächeln zustande zu bringen. Warum war es bloß so schwer so einfach mit den Menschen und den Dingen umzugehen wie früher?
"Das werde ich verkraften, glaube ich", sagte sie immer noch leicht lächelnd.
"Ich werde glaube ich einen kleinen Spaziergang machen. Bis später und viel Glück", sagte sie, während sie zwischen Chris und Abby hin- und hersah. Dann wandte sie sich ab und verließ mit schnellen Schritten den Festsaal. Sie fühlte sich nicht so wohl dabei, warum war ihr allerdings nicht so klar.

-> Der Campusplatz



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BeitragThema: Re: Das Theater   So Mai 08, 2011 9:10 pm

"Das sollte ich hinbekommen, schätze ich", sagte Chris und runzelte leicht die Stirn. Manche Künstler waren auch gleichzeitig begabte Handwerker. Er nicht. Chris könnte nichteinmal die Waschmaschine reparieren, wenn es nötig wäre. Zum Glück war das bis jetzt noch nie ntig gewesen. Die in seiner Wohnung hatte lange gehalten und bevor etwas schiefgehen konnte, waren sie auch schon umgezogen.
Er hätte sich zwar am liebsten noch umgezogen, bevor er sich mit einer Staubschicht bedeckte, aber im Grunde war es egal. Er hatte danach immer noch genügend Zeit, um sich vor seiner zweiten Unterrichtseinheit umzuziehen.
"Bis später, Claire"; sagte er mit einem liebevollen Lächeln zu seiner Frau, bevor diese verschwand.
Chris sah ihr noch eine Weile nach und wandte sich danach wieder an Abby.
"Alles klar, dann mal los. Der erste Tag und schon ein Rohrbruch, hätte es nicht eine Woche vor Beginn des Studeienjahres brechen können!?", er schüttelte den Kopf und seufzte kurz. "Na schön, also gehen wir".
Abby und Chris gingen so rasch wie möglich den Gang zwischen den Zuschauerreihen des kleinen Uni-Theaters entlang und machten sich im Laufschritt zu den Waschräumen neben der Bibliothek davon.



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