University of Arts

Die University of Arts ist ein Ausbildungsplatz für alle jungen Menschen, die die Liebe zur Kunst entdeckt haben und ihre Talente in Schauspiel- oder Schreibkunst, Poesie, Tanz, Gesang, Komposition und/oder der Malerei ausbauen möchten.
 
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Amy Blue

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BeitragThema: Re: Bookshop   Fr Dez 10, 2010 5:31 pm

Amy las und las. Aber je mehr sie von diesem Buch las, desto langweiliger fand sie es. Irgendwann lehnte sie sich zurück und klatschte das Buch ziemlich laut auf den Tisch. Dann ließ sie ihren Blick zu der Gruppe schweifen. Die Malerin hatte sich dazu gesellt. "Na toll, und mich vergisst man. Ja, ich bin nun mal klein. Aber bin ich dann gleich so unscheinbar? Tze ... Also wirklich." murmelte sie leise und schüttelte nur den Kopf.
Plötzlich vernahm sie eine ihr sehr bekannte stimme und schaute auf. James hatte ihr etwas zugerufen. Was war bitteschön eine Vernissage? "Was macht man da?" rief sie ihm zu und erwartete eine antwort.
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James

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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 9:28 pm

James lächelte.
Anscheinend war sie hier die Einzige, die echt keine Ahnung von Literatur oder Kunst hatte, aber nun gut, sie konnte tanzen. Freundlich erklärte er ihr also, was eine Vernissage war:" Da wird eine Kunstausstellung vorgestellt. Es ist der erste Abend der Ausstellung, die meistens für Monate dann läuft. Es ist schwer dorthin zu kommen, weil es einer angesagten Party gleicht."
Er sah Amy Blue an und fragte sich, ob sie sowas überhaupt interessierte, aber er war wenigstens so freundlich gewesen und hatte sie gefragt ob sie mit wollte. Entscheiden musste sie selbst, ob sie sich mit einem "Literaturfreak", einer "Zeichentante" und einer "Schauspielerfanatikerin", wie sie sie wohl alle schon im Kopf betitelt hatte, abgeben wollte und mit ihnen dort hin wollte.
James hatte schon zwei Begleiterinnen, ob es eine Dritte geben würde, das würde sich wohl in den nächsten paar Minuten herausstellen.
James Gedanken hangen aber halb noch an der Berührung von Juliets Schulterblatt. War ihm das nur so vorgekommen oder hatte dieses ganz leicht gezittert? James war sich nicht sicher und schrieb dieses kurze Gefühl seiner Einbildung zu. Immerhin war Juliets Lachen so natürlich, überzeugend und strahlend, dass es ihr nur gut gehen konnte. Da war sich James absolut sicher.
Blöde Einbildung... dachte er genervt über sich selbst.
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Amy Blue

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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 9:34 pm

Amy hörte seiner Erklärung zu und dachte angestrengt nach. Wollte sie zu einer Kunstausstellung? Klar, warum nicht? Es würde sicherlich nicht schaden, sein Wissen zu erweitern. Aber was sollte sie nur anziehen, da sie ausschließlich eher jungenhaftere Kleidung besaß bis auf das eine Kleid, welches ihr Dad heimlich eingepackt hatte. Sie verzog das Gesicht. Doch dann glättete sich ihre Stirn und sie erhob sich von ihrer Couch. Der Anmut einer Katze gleich ging sie zu der Gruppe. "Ich komme gerne mit." teilte sie den dreien mit. "Was muss man da anziehen?" Amy wollte ein wenig freundlicher sein und nicht so frech und burschikos. Schließlich wollte sie es sich nicht gleich mit allen verscherzen, nur weil sie so temperamentvoll war.
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James

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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 9:46 pm

James begrüßte ihre Freundlichkeit und gab dieselbe zurück.
"Anziehen? Naja, wie schon gesagt, gleicht es eher einer angesagten Party. Es werden ziemlich viele hohe Leute aus der Kunst-, Verlags-, Mode- und sonst was weiß ich welchen Szenen dort sein. Den meisten geht es um das Aussehen, das heißt jeder von ihnen ist ziemlich durchgestylt. Was ich so bei den letzten Vernissagen mitbekommen haben, tragen viele Frauen realtiv kurze Kleider und ziemlich hohe Schuhe, aber ich kann dir das nicht hunderprozentig bestätigen, weil ich Kleidung ziemlich nebensächlich finde und deshalb nie wirklich darauf achte."
Er sah Amy Blue in die Augen und wanderte dann mit seinem Blick zu Juliet und danach zu Schuyler.
Drei Frauen als Begleitung, das war schon eine Leistung, musste sich James lächelnd eingestehen. Wie immer hatte er Talent dafür sich hauptsächlich einen weiblichen Freundeskreis zu beschaffen. Warum er mit jungen Männern nicht klar kam, wusste er selber nicht. Es fiel ihm bei Frauen einfach leichter, er konnte besser mit ihnen sprechen und wurde nicht gleich als Feigling oder so dargestellt, nur weil er sich sportlich mit anderen in seinem Alter nicht messen wollte bzw. will.
Sein Blick blieb bei jedem der drei wieder hängen, als er sich alle in einem kurzen Kleid und High Heels vorstellte. Bei dem Gedanken musste er wieder lächeln. Tja, irgendwo war er eben doch ein typisch junger Mann.
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Amy Blue

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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 9:51 pm

"Das hört sich nach reiner Folter für mich an, was die Kleiderordnung angeht." murmelte sie leise und fuhr sich durch ihre kurzen braunen Haare. Nein, High-Heels waren nichts für sie. Hätte sie nicht Zufall herausbekommen, was das ist, hätte sie keine Ahnung. "Mal sehen, vielleicht wird es ja interessant." sagte sie schulterzuckend und freute sich insgeheim vielleicht berühmte Tänzer kennenlernen zu können.
Amy hatte etwas gegen kurze Kleider. Darin fühlte sie sich ... billig, obwohl sie mehr als nur eine Figur für kurze Kleider hätte. Aber sie besaß ein längeres Kleid, ein wirklich hübsches, fand sie sogar selbst und das würde sie anziehen. "Wie oft warst du schon auf einer Vernissage? Worauf muss man da noch alles achten?" fragte sie weiter. Schließlich wollte sie wissen, wie man sich dort zu benehmen hatte, wenn hohe Gesellschaft dort war.
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Nicolas

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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 9:53 pm

Nic stand bereits eine ganze Weile vor dem Bookshop und beobachtete die plaudernden Studenten im Inneren. Sie schienen alle so gut gelaunt und lernten sich wohl gerade kennen. Schmerzhaft zog sich alles in ihm zusammen, als er daran dachte, dass die einzige Person, die er je richtig gekannt, die ihn je richtig gekannt hatte, für immer aus dieser Welt verschwunden war. 'Er ist von uns gegangen', sagten der Pfarrer und alle anderen. 'Er ist ermordet worden', lautete Nics kalte Entkodierung der Wörter, die doch nur ein Euphemismus waren.
Er seufzte leise, fuhr sich durch die blonden Haare, die ohnehin schon so verwuschelt waren, dass es nichts mehr an seiner 'Frisur' änderte. Seine Hände legte sich auf die Türklinke und er trat ein.
Seine Auditons würden erst später stattfinden, er hatte dem Direktor eine Nachricht zukommen lassen, dass er es nicht rechtzeitig schaffen würde und um eine Sonderprüfung bat. Zu seiner Überraschung war des genehmigt worden. (@Claire+Chirs: hoffe das ist okay so, kam mir grad als lösung fürs auditions problem in den sinn)
Daher hatte er jede Menge Zeit, um den Campus zu erkunden, der hoffentlich bald sein Zuhause werden würde.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 10:09 pm

James antwortete wahrheitsgemäß:" Da ich hier in New York schon länger bin, schon realtiv oft. Ich habe schon einige Menschen dort kennengelernt und kriege deshalb auch immer eine Einladung bzw. kann Bekannte oder Freunde mitnehmen. Es gibt eigentlich sonst nichts, auf dass du wirklich achten musst. Viele Menschen vergessen nur auf die Kunst, die ausgestellt wird. Es ist das eigentlich Wichtigste auf so einer Vernissage, aber die meisten betreiben nur Smalltalk, tanzen zu der relativ lauten Hintergrundmusik, arrangieren Treffen mit irgendwelchen Labels, gönnen sich einige Cocktails oder zerreißen sich den Mund über das Outfit eines/einer anderen."
Es ging ihm auf die Nerven, dass keiner mehr die Kunst wirklich schätzte. Sicherlich waren ein paar der Punkte, die er Amy Blue aufgezählt hatte, durchaus angenehm und interessant, aber was hatten sie auf einer Kunstaustellung zu suchen? Nun ja, jedem das Seine. Trotzdem hatten solche Vernissagen immer das gewisse Etwas an sich. Mit der passenden, meist rhythmisch ansprechenden Lounge-Musik im Hintergrund konnte man die Bilder mehr genießen. Auch die Lichtverhältnisse waren immer recht dunkel und sehr vorteilhaft für die Bilder eingestellt. Es passte einfach alles zusammen bei solchen Ausstellungen und man lernte eine Vielzahl an Leuten kennen.
James fiel auf, dass ein unbekanntes Gesicht den Bookshop betrat und sagte kurz zu den drei Damen:" Ihr entschuldigt, ich muss leider auch noch ein bisschen arbeiten."
Er ging zu dem Fremden und fragte freundlich:" Kann ich dir irgendwie mit einem Buch oder sonst behilflich sein?"
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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 10:16 pm

Was James ihr erzählte, gefiel Amy sehr. Besonders der Punkt mit dem Tanzen. Ja, das würde ihr Spaß machen und nebenbei konnte sie noch ein paar nette Leute kennenlernen. "Wow, das klingt nicht schlecht." sagte sie grinsend. Die kleine Klingel an der Tür leutete und kündigte einen Neuling an. Es war ein blonder Junge. Kennen tat sie ihn nicht. Ob er wohl auch an der University of Arts studierte? Wer wusste das schon. Doch sicherlich würde sie das bald sehen. Spätestens bei den Vorlesungen.
"Viel Spaß beim Arbeiten." flötete sie ihm hinterher und wandte sich an die beiden Mädchen. "Und, was macht ihr heute noch?"
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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 10:26 pm

Nic hob den Blick, den er bisher fieberhaft gen Boden oder wahlweise auf eines der Regale gerichtet hatte und sah sich einem jungen Mann gegenüber, der etwas älter als er selbst zu sein schien. Er gehörte zu der Gruppe Studenten, denen er vorhinbeim Gespräch zugesehen hatte. Anscheinend arbeitete er hier, denn er bot ihm seine Hilfe an.
Nic zögerte kurz und nickte dann. "Ja, danke. Kannst du mir vielleicht ein gutes Buch der Thematik Drama empfehlen? Nicht zu melodramatisch und kitschig, allerdings", bat er den anderen. Er vermied es, ihm in die Augen zu sehen. Seit Alecs Tod hatte er keinem einzigen Jungen mehr in die Augen gesehen, aus Angst, ihm würden einmal solch warme wie die seines Bruders begegnen. Es war schlimm genug Alec jeden Morgen im Spiegel zu sehen.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 10:35 pm

Schuyler hörte nocheinmal bei James' Erklärungen für Amy Blue zu und lächelte in sich hinein. Sie hätte da schon das optimale Outfit in ihrem Kleiderschrank, das sie an diesem Abend anziehen konnte. Egal, ob es gerade zu diesem Anass passte, sie würde ihre Meinung nicht mehr ändern. Zumindest nicht in den nächsten zwei Stunden...wie viele waren es nochmals bis zu der Vernissage? Hm. Wohl mehrere. Mal sehen.
Sky sah auf, als ein blonder Student den Laden betrat und schürtzte leicht die Lippen, als James sich ihm sofort zuwandte und seine Hilfe anbot. Heute war zwar kein offizieller Arbeitstag, aber sie sollte sich das wohlmöglich auch angewöhnen.
Während die einzigen Männer im Bookshop sich unterhielten, stellte Amy Blue die Frage, was sie und Juliet heute noch machen würden.
"Ich habe keinen blassen Schimmer, ehrlich gesagt"; Sky zuckte die Schultern. "Irgendwann sollte ich vielleicht den Rest meiner Sachen auspacken und den Campus erkunden. Was ist mit euch?".
Sie lächelte sowohl Juliet als auch Amy Blue gut gelaunt an.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Di Dez 14, 2010 10:48 pm

James wunderte sich ein wenig, da sein Gegenüber anscheinend versuchte seinem Blick auszuweichen, was er nicht ganz verstand, aber er hinterfragte es in Gedanken nicht weiter.
Er wird schon seine Gründe haben.... dachte er still vor sich hin, während er fieberhaft in seinem Kopf über ein Drama, dass nicht zu kitschig oder melodramatisch war.
"Ich hätte da ein Buch im Sinn, aber es ist kein Drama sondern ein Roman. Vielleicht gefällt es dir, mich hat es damals, als ich es gelesen habe, sehr berührt. Unterm Rad von Hermann Hesse? Kennst du es?"
Er sah ihn abwartend an, sprach aber einfach weiter, ohne auf eine Antwort zu warten.
"Nun, ich habe es schon ein paar mal gelesen und immer wieder etwas Neues darin entdeckt. Es ist nicht kitschig, auch nicht unbedingt melodramatisch, eher naturverbunden und romantisch in gewisser Weise, weil der Protagonist von einem zielstrebigen zu einem verträumten Jungen wird, dem der Druck zu viel wird. Während seiner Schulkarierre wird er vor allem von seinem Freund, den er dort kennenlernt, beeinflusst. Diese Freundschaft hat schon fast beziehungsähnliche Züge, bis der Freund von diesem Art Kloster flieht und der Protagonist gebrochen zurückgelassen wird."
Er beendete seine extrem kurze Inhaltsangabe und fragte sich, ob das dem Fremden zusagen würde.
"Hey, kann ich dich ganz nebenbei noch etwas fragen? Gehst du auch auf die University of Arts?", fragte er freundlich, während er lächelnd mit herzlichem Blick ansah. Vielleicht sollte er echt einmal sich bemühen, um in seinem Freundeskreis nicht nur Frauen, sondern auch Männer zu haben.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 4:32 pm

Nicolas hätte fast bitter gelacht, als er den Titel des Buches hörte. 'Unterm Rad' war eine seiner Lieblingslektüren im Literaturkurs gewesen. Alec hatte ihn immer damit aufgezogen, dass ihm die rätselhafte Beziehung zwischen den beiden Jungen so nahe ging. Damals glaubte Nic noch, er würde nie so enden, wie der zurückgelassene Junge. Schließlich hatte Alec ihm es versprochen.
Ein Arm legte sich um seine Schulter, blonde Haare erschienen in seinem Gesichtsfeld und verhinderten so dass er weiterlesen konnte. "Schon wieder dieses Buch?" Die Stimme klang amüsiert. Nic sah von dem Buch auf, dessen zerfledderte, vergilbte Seiten von hohem Alter und häufigem Umblättern zeugten. "Es ist nunmal spannend", verteidgte er sein momentanes Lieblingsbuch, betrachtete den Einband und seufzte leise. Nächsten Montag musste er das Buch wieder abgeben, obwohl sich alles in ihm dagegen sträubte.
In Gedanken versunken vergaß er Alec, bis er plötzlich warme Lippen an seinem Nacken spürte. Japsend fuhr er hoch und drehte sich mit einem vorwurfsvollen Kommentar auf der Zunge zu Alec um. Jegliche Worte wurden jedoch im Keim erstickt, als Alec ihn liebevoll küsste. Nic ließ sich in den Kuss fallen, genoss die Nähe und Vertrautheit. Seine Augen suchten die seines Bruders, als sie sich nach gefühlter Ewigkeit von einander lösten.
Verletzlichkeit und Furcht flackerten in Nics Blick. "Ich habe Angst, Alec", gab er leise zu. "Was wenn ich auch einmal so ende? Ich will nicht alleine sein...ganz alleine und-" Ein Finger auf seinen Lippen verhinderte weitere Worte. "Schh", machte Alec, die grünen Augen blickten ihn warm an. "Ich werde dich nie alleine lassen. Versprochen."

Die Erinnerung endete abrupt und ein bitterer Ausdruck schlich sich in Nics Augen. Alec hatte sein Versprechen nicht gehalten. Hatte es nicht halten können. Er besann sich darauf, dass er mitten im Bookshop stand und sich eigentlich unterhielt. "Ja, ich kenne den Roman", gab er Antwort. "Und ich denke es würde mir gut gefallen, ihn mal wieder zu lesen." Die zweite Frage des jungen Mannes ließ ihn blinzeln. "Ich weiß es noch nicht", antwortete er ehrlich. "Ich habe noch eine Aufnahmeprüfung zu bestehen."
Er hoffte wirklich, dass er angenommen werden würde. Nette Menschen schien es hier ja zu geben. Dennoch erwiderte er das Lächeln und den herzlichen Blick des anderen nur halbherzig. Seine Mundwinkel zogen sich ein wenig nach oben, fielen aber so gleich wieder herab. Nic hatte längst verlernt wie man lächelte. Richtig lächelte.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 7:29 pm

James konnte den jungen Unbekannten vor sich nicht wirklich einschätzen.
Einerseits schien er irgendwie zu lächeln, aber es erreichte nicht seine Augen. Diese blieben distanzierter. James schüttelte leicht den Kopf.
Du solltest wirklich einmal aufhören, James, alle Menschen um dich herum therapieren zu wollen. Das NERVT und vor allem du kannst es nicht einmal richtig, aber eines steht fest, falls es mit dem Literatur und Schauspielstudium nichts wird, dann kannst du ja noch auf Psychologie oder so umsatteln.
James hatte schon einige Bücher, die sich mit diesem Gebiet auseinandersetzen, gelesen und es hatte ihn jedes Mal brennend interessiert, aber welches Buch interessierte ihn nicht? Solange es ein Buch war, egal wie theoretisch, konnte er es lesen.
"Der Mensch, wie ihn die Natur erschafft, ist etwas Unberechenbares, Undurchsichtiges, Feindliches. Er ist ein von unbekanntem Berge hereinbrechender Strom und ist ein Urwald ohne Weg und Ordnung. Und wie ein Urwald gelichtet und gereinigt und gewaltsam eingeschränkt werden muß, so muß die Schule den natürlichen Menschen zerbrechen, besiegen und gewaltsam einschränken", zitierte James aus "Unterm Rad" von Hermann Hesse und war sich sicher, dass Nic dieses Zitat erkennen würde. Es passte gerade irgendwie. Einerseits schien es James Gedankengang zu bestätigen, nämlich, dass die menschliche Seele etwas Undurchsichtiges war und andererseits passte es zum Schul- bzw. Universitätenthema.
"Für was möchtest du dich denn bewerben?", fragte er neugierig und sah ihn interessiert an, während er die Mädchen im Hintergrund reden hörte. Er sollte Nic den drein vorstellen, beschloss er, aber er wartete noch auf seine Antwort. Schließlich hatten sie Zeit. Während er wartete, ging er ein paar Schritte zur Seite, griff zielsicher in das Bücherregal und drückte Nic unbeabsichtigt eine schon recht alte, vergilbte Ausgabe dieses Werkes in die Hand. James mochte alte, abgegriffene Ausgaben beinahe lieber als neue, denn bei diesen alten Büchern hatte man immer das Gefühl ein Stück Geschichte in der Hand zu halten und man begann sich zu fragen durch wessen Hände es wohl schon gegangen war. Das Buch selbst erzählte meist schon von einer kleinen Reise durch die Finger anderer Menschen.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 8:50 pm

Das Zitat aus 'Unterm Rad' war Nic wohlbekannt, er hatte es viele Male gelesen, leise und laut, es analysiert, darüber philosophiert...solange bis Alec ihm damit gedroht hatte, kein Wort mehr mit ihm zu reden, wenn er nicht endlich damit aufhörte. Etwas zwischen einem Lächeln und Schmerz lag auf seinem Gesicht. Der Ausdruck von Schmerz verstärkte sich, als der fremde Junge ihm eine recht alte, vergiblte Ausgabe in die Hand gab. Nic strich sanft über den Einband und fühlte sich in der Zeit zurückversetzt, als er es aufschlug und ihm die schon langsam verblassenden Buchstaben entgegen prangten. Alles war wie damals. Diesselbe Szene, das selbe Buch. Doch der Hauptprotagonist blieb verschwunden. Fast wartete Nic darauf, dass sie die Tür öffnete und Alec hineinschlich, er glaubte die warmen Lippen an seinem Nacken zu spüren- doch das waren nichts als Träume.
Träume waren Schäume.
Die Wahrheit hinter diesen Worten wurde ihm einmal mehr schmerzlich bewusst.
Sein Gegenüber sagte etwas und Nic brauchte einen Moment um die Bedeutung der Worte zu begreifen.
"Ich möchte mich für Literatur und Poesie bewerben", erwiderte er. Wahrscheinlich studierte der Junge ein ähnliches Fach, sein Wissen über Bücher, die Ausdrucksweise und das Zitat sprachen für sich.
"Feder und Papier entzünden mehr Feuer als alle Streichhölzer der Welt", zitierte er Malcom Forbes.


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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 9:02 pm

(haha lol ich kenn das zitat wirklich Very Happy)

James wurde etwas aufgeregter, als er hörte einen Genossen gefunden zu haben. Poesie und Literatur, vor allem Literatur fand er einfach nur herrlich. Endlich jemand anderer, der das auch studierte, doch nach dem ihm wohl bekannten Zitat von dem Fremden, dessen Name er immer noch nicht kannte, war er zwar Leser, aber auch Schreiberling, ein Talent über das James nur ansatzweise verfügte und nicht einmal das wirklich.
Ihm entging Nicolas wartender Blick nicht, doch was auch immer für ein Schmerz da war, James würde es sowieso nicht in den nächsten Minuten herausfinden. Irgendwie schienen hier einige über eine bewegte Vergangenheit zu verfügen, waren einfach äußerst emotionale Menschen oder hatten ein Geheimnis zu hüten, denn Nic war nicht der Erste an dem ihm irgendetwas auffiel, er es jedoch überhaupt nicht deuten konnte.
Du siehst schon wieder Gespenster, James!
"Ein wirklich großartiges Zitat", stellte James gleich fest und lächelte.
"Und es stimmt, nur leider besitzen äußerst wenige dieses Talent und auch nicht allzu viele Schriftsteller können dieses Zitat für sich beanspruchen."
Er kam drauf, dass er sich selbst noch gar nicht vorgestellt hatte.
Lächelnd streckte er die Hand aus und fragte gelassen:" Hi! Ich habe vollkommen vergessen, mich vorzustellen. Mein Name ist James und deiner?"
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 9:11 pm

Nic stimmte James still schweigend zu. Wenn er einige der heutigen 'Bestseller' las, gruselte es ihn. Was da alles als hochwertige Literatur verkauft wurde...Nicht, dass er das Zitat für sich selbst beanspuchen würde, darauf käme er nie im Leben. Er war immer sehr kritisch gegenüber seinen eigenen Fähigkeiten und Werken eingestellt, ihm käme es nie in den Sinn, so überheblich zu sein, wie manch anderer Autor.
Sein Gegenüber streckte ihm plötzlich die Hand hin und stellte sich lächelnd als James vor; Nic begriff, dass sie sich beide nicht vorgestellt hatten. Was sind wir unhöflich, dachte er zynisch.
Er zögerte kurz, ergriff dann die angebotene Hand, ließ sie jedoch so schnell wieder los, wie die Höflichkeit es zuließ. Berührungen waren ihm unangenehm. Aus unerfindlichen Gründen hatte er immer das Gefühl, Alec zu hintergehen, wenn er jemanden anderen berührte oder zuließ, dass ihn jemand berührte.
"Freut mich dich kennenzulernen, James. Mein Name ist Nicolas. Nic", verbesserte er sich selbst.
Und niemals Nici... Dieser Name war allein für eine Person reserviert und Nic störte sich heftig daran, wenn ihn andere so nannten.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 9:31 pm

"Nic, freut mich auch dich kennenzulernen. Wir werden wohl noch einiges gemeinsam lernen können", stellte er fest, da sie ja beide dasselbe Fach studierten. Der einzige Unterschied lag darin, dass Nic Poesie und James Schauspiel als zweites Fach hatte.
Er musterte kurz den jungen Mann vor sich, jedoch so unauffällig, dass es nicht wirklich auffiel. Er beschloss, dass es Zeit wurde ihn auch den anderen Studentinnen vorzustellen, die er bis jetzt schon kennengelernt hatte. James wurde jedoch nicht das Gefühl los, dass Nic ab und zu mit den Gedanken woanders war, abwesend, nicht ganz erreichbar, doch natürlich sprach er seine Vermutungen nicht laut aus. Das wäre auch wirklich unhöflich, die beiden kannten sich ja erst seit einer Viertelstunde.
Er ging einfach ein paar Schritte zu dem Kreis der jungen Frauen hinüber, der eigentlich direkt neben Nic und James gewesen war.
"Hey, ich glaube ich habe gerade eben einen neuen Studenten gefunden", sagte er an Amy Blue, Schuyler und Juliet gewandt, während er abwechselnd die drei und dann wieder Nicolas ansah. Er wollte ihn nicht vorstellen, denn manche Menschen hatten etwas dagegen wenn man sie anderen vorstellte. Manche machten das lieber alleine, deshalb überließ er es Nic selbst die anderen kennenzulernen.
Alle fünf standen nun im Kreis im Bookshop, während draußen der Wind über den Campusplatz fegte und die letzten Blätter die von den Bäumen noch übrig waren umher wirbeln ließ.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 9:52 pm

Nic versuchte sich an einem Lächeln, was ihm mal wieder gründlich misslang. Er gab es entnervt auf und bemühte sich einfach nur noch, nicht allzu griesgrämig dreinzuschauen. Der junge Mann sah sich Auge in Auge mit den drei Mädchen, die sich die ganze Zeit über unterhalten hatten, während James zwischen ihnen allen hin- und her sah.
Er wollte wohl Nic die Chance geben, sich selbst vorzustellen. "Hallo zusammen. Ich bin Nic", leistete er dem Folge und sah die Mädchen der Reihe nach an, wobei er jedoch keinen Blickkontakt entstehen ließ. Seine Hände behielt er bei sich, er hatte die Erfahrung gemacht, dass manche Mädchen seine Hand gerne zu lange schüttelten oder ihn gar umarmten. Beides konnte er nicht leiden.
"Und ihr seid?", wagte er den Vorstoß. Die drei Mädchen sahen völlig unterschiedlich aus, waren von gänzlich verschiedener Statur, was er in gewisser Weise interessant fand. An seiner Schule in Chiefland hatten alle Mädchen irgendwie gleich ausgesehen. Vielleicht hatte er sie aber auch nie beachtet, weil er nur Augen für eine Person hatte. Wer wusste das schon. Nic konzentrierte sich wieder darauf, die Mädchen kennenzulernen, auch wenn es ihm nicht ganz behagte, als quasi Fremder den dreien gegenüberzustehen.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 9:57 pm

Juliet sah James nach, der den eintretenden jungen Mann begrüßte. Sie beobachtete das Gespräch eine Weile und stellte fest, dass der blonde Junge Signale sendete, die man auch bei ihr hätte finden können, würde sie sie nicht so gut verstecken. Was er wohl erlebt hat?, fragte sie sich, schüttelte dann aber innerlich den Kopf. Was geht es mich an? Er will es sicherlich nicht allen erzählen.
Amy und Sky sprachen anscheinend darüber, was sie heute noch alles erledigen würden und Juliet klinkte sich in das Gespräch ein. "Ich muss meine Sachen auspacken...wozu ich erst mal ein Zimmer brauche", murmelte sie den letzten Teil des Satzes beinahe unverständlich. "Und dann sollte ich meinem Bruder schreiben, sonst ist er fürchterlich beleidigt."
Als der junge Mann zu ihnen herüber kam und sich als Nic vorstellte, lächelte Juliet ihn an und erwiderte die Begrüßung mit einem knappen, aber freundlichen "Juliet. Freut mich dich kennenzulernen."
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 10:20 pm

Da Juliet direkt neben James stand, konnte er ziemlich gut auch ihr Gemurmel verstehen und fragte gleich ein wenig freudig erregt:" Hast du gerade gesagt du brauchst ein Zimmer?"
Er lächelte, denn es wäre echt nicht schlecht noch einen Mitbewohner zu haben. Es würde zwar eng und klein werden, aber billiger. Es fiel ihm schon schwer sich alleine die Miete zu leisten und pro Monat blieb da kaum noch etwas übrig für andere Besorgungen. Wenn man sich die Miete teilen würde, würde es wohl für beide wesentlich leichter werden, sofern Juliet ein fixes Einkommen hatte, sei es von ihren Eltern oder durch Arbeit, so wie James sie hatte.
Es würde jedenfalls leichter werden, deshalb machte er auch gleich sein Angebot. So schlecht konnte es mit Juliet schon nicht werden, auch wenn er sie noch nicht so gut kannte, aber sie könnten Schauspiel gmeinsam üben. Das war schon einmal etwas!
"Also, falls ja, dann könntest du in meine Wohnung ziehen. Die Miete in New York für Wohnungen ist wirklich hoch. Ich schaffe es alleine fast gar nicht, obwohl ich hier echt viel nebenbei arbeite. Meine Wohnung ist sehr klein, aber es reicht zum Überleben, also wenn du möchtest..."
Er sah ihr in die Augen und ein charmantes Lächeln schmückte sein Gesicht. Es gab eigentlich selten Momente, in denen James nicht ausgesprochen freundlich war.
Nic schien sich selbst vorzustellen. Das freute James, auch wenn es immer eindeutiger wurde, dass er nicht allzu gut gelaunt war, oder war das sein Dauerzustand? Vielleicht hatte er sich ja doch nicht geirrt und es war ein Vergangenheitsproblem, dass er noch zu bewältigen hatte, oder er hat einfach einen schlechten Tag, das kann natürlich auch sein! Meistens waren es aber Erinnerungen, die so an einem zehrten.
Sein Blick wanderte wieder zu Juliet, die doch um einiges kleiner als er war, und er so ein bisschen nach unten sehen musste.
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 10:29 pm

Juliet drehte sich überrascht zu James, der ihr Gemurmel wohl verstanden hatte. Sie blinzelte und sah ihn aus großen Augen an, als er ihr anbot, zu ihm in seine Wohnung zu ziehen. Das war ein ziemlich nettes Angebot, vor allem ein lohnendes, da eine geteilte Miete für sie wirklich nötig wäre...Die Wohnungen hier waren teuer und sie konnte sich kaum etwas leisten. Außerdem war James sympathisch und ebenfalls Schauspieler, sie könnten gemeinsam üben.
Aber dennoch widerstrebte es ihr ein wenig, mit einem Mann in eine Wohnung zu ziehen, vor allem, da sie James noch nicht lange kannte. Sie musterte ihn aufmerksam, ihre Gedanken rasten sichtlich hin- und her.
Das charmante Lächeln auf seinen Zügen, die Freundlichkeit die er allen entgegenbrachte und die Ehrlichkeit, die sie bei ihm ausmachte, imponierten ihr und sie beschloss, es wenigstens einmal zu versuchen.
Sie konnte ja immer noch wieder ausziehen, sollte es gar nicht funktionieren. Juliet schenkte James ein Lächel, ihr Kopf lag leicht im Nacken, da er größer war als sie und sie zu ihm hochsah. "Das wäre sehr nett", meinte sie. "Wenn du dir da sicher bist...?"
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 10:42 pm

James musste noch mehr lächeln.
"Wir werden schon irgendwie zurecht kommen. Wir können uns zum Beispiel eine Arbeitsaufteilung, was Kochen, Aufräumen, Putzen, Wegräumen, Staubsaugen, Waschen und Bügeln betrifft, machen. Und wenn wir uns auf die Nerven gehen, was ich nicht ganz glauben kann, dann gehen wir uns einfach aus dem Weg. Der Vorteil ist, dass wir gemeinsam üben können und wir beide noch Geld sparen können, weil durch das Teilen der Miete auch noch ein kleiner Betrag für den eigenen Bedarf übrig bleibt und das finde ich sehr von Vorteil. Falls es nicht funktioniert, dann müssen wir uns eben etwas anderes einfallen lassen", sagte er zufrieden, dass sie anscheinend in Richtung Ja tendierte. Er schätzte Juliet für unkompliziert und freundlich ein, doch er würde da wohl noch auf eine andere Seite stoßen, jetzt aber war er noch überzeugt von der einen.
"Wenn du willst, kannst du gleich mitkommen. Meine Schicht ist sowieso gleich zu Ende, dann musst du deine Sachen nicht so lange irgendwo zwischen lagern, ich kann dir alles zeigen, wie alles funktioniert und du kannst dich ein bisschen einrichten bis heute Abend."
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BeitragThema: Re: Bookshop   Mi Dez 15, 2010 11:20 pm

Schuyler war froh, dass sie bereits ein Appartement am Campus gefunden hatte. Eine eigene Wohnung in Woodbridge hätte sie sich niemals leisten können, nicht einmal mit der Hilfe ihrer Eltern oder anderer Familienmitglieder.
Sie fand es einerseits freundlich und nett von James gleich seine Wohnung anzubieten, doch andererseits überraschend und ziemlich durchgeknallt, vor allem, da er die Studentin sicherlich noch nicht lange kannte. Sky zuckte bei den Gedanken schließlich kaum merkbar die Schultern. Im Universitätsleben gehörte das vermutlich dazu, wildfremnde Leute gehörten nunmal zum Alltag...außerdem war es ja nicht ihre Angelegenheit und sie hatte immer noch ihre eigene Wohnung. Mit ihr würde es ohnehin niemand lange aushalten. Dafür war sie viel zu chaotisch und wer mit seinem Chaos im Einklang lebte öffnete seine Tür anderen Leuten öfters nicht.
Als der blonde Junge, mit dem sich James gerade noch ein Stückchen weiter entfernt unterhalten hatte, auf die Gruppe zukam und sich als Nc vorstellte, lächelte Sky ihn an.
"Freut mich, ich bin Schuyler", stellte sie sich ebenfalls vor und ließ ihre Arme locker an den Seiten hinabbaumeln.
"Was wirst du studieren?", fragte sie frei heraus, da sie schwer annahm, dass er hier auf die Uni ging.

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Amy Blue

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BeitragThema: Re: Bookshop   Do Dez 16, 2010 9:53 am

Amy schaute James mit einem durchdringenden Blick an. Warum bot er Juliet schon so früh an, dass sie mit in seine Wohnung ziehen konnte? Das war wirklich ungewöhnlich. Einfach zu früh! Aber sie schätzte James auch so ein, dass er das ohne Hintergedanken fragte. Aber stimmt, die Wohnung hatte sie ganz vergessen. Und wo sollte sie hin? Das würde noch ein Problem werden, da sie sehr temperamentvoll war und kaum einer mit ihr zurecht kam. Leise seufzte sie. Dann schaute sie auf den blonden Jungen. "Ich bin Amanda Collins." sagte sie und schüttelte einfach seine Hand. "Aber bitte nenn mit Amy Blue. Das ist mir um einiges angenehmer." Ein freundliches Lächeln huschte über ihr Gesicht.
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Juliet Johnson

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BeitragThema: Re: Bookshop   Do Dez 16, 2010 6:13 pm

Juliet lächelte ein wenig in sich hinein. Sie konnte James Gedankengang beinahe an seinem Gesicht ablesen, er schien sich darüber zu freuen, dass er wohl eine unkomplizierte Mitbewohnerin bekommen würde. Weit gefehlt, dachte sie. Aber das würde er nie bemerken, wenn es nach ihr ging. Weder er noch sonst irgendjemand.
James Argumente klangen logisch und überzeugten Juliet von den Vorteilen hinter dem überraschenden Angebot.
Sie schätzte den jungen Mann nicht so ein, dass er irgendwelche Hintergedanken hegte, wie sie sie bei anderen sicher vermutet hätte. Aber im Zweifelsfall, sollte sie sich getäuscht haben, konnte sie immer noch wieder ausziehen.
Ihre Entscheidung fiel, als er ihr so geradeheraus und pragmatisch anbot, gleich mitzukommen um sich einzurichten und sie dabei mit seinem warmen Lächeln bedachte.
Ihr Kopf neigte sich zu einem Nicken und sie nahm das Angbot an. "Also gut. Deal", schmunzelte sie und hielt ihm scherzhaft die Hand hin, wie es Geschäftspartner bei einem Vertragsschluss taten.

Nic nahm die Namen der Mädchen mit einem Nicken zur Kenntnis und wiederholte sie im Geiste, damit er sie nicht wieder vergaß. Gerade Mädchen wurden oft äußerst zickig, wenn man ihre Namen verwechselte. Nicht, dass es Nic schon einmal passiert war, er konnte sich Namen perfekt merken. Aber sicher war sicher.
Juliet, Schuyler, Amy.
Juliet und Schuyler nahmen es einfach hin, dass er ihnen keine Hand zum Schütteln angeboten hatte, doch Amy erschreckte ihn, indem sie einfach nach seiner Hand griff und sie schüttelte. Er ertrug es mit einem leicht gequält wirkenden Lächeln und war froh, als sie wieder losließ.
Er wollte wirklich nicht unhöflich sein, doch er mochte das einfach nicht.
Schuyler fragte ihn, was er studieren würde und er wandte sich ihr zu. "Ich muss noch die Aufnahmeprüfung bestehen, wenn ich das schaffe, werde ich Literatur und Poesie studieren", erklärte er.
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